Storage- und Server-Virtualisierung direkt mit Converged Storage angehen

Converged und hyper-converged Storage löst das größte Problem des Storage für virtuelle Maschinen: das komplexe Provisioning.

In der Welt der physischen Server verlangt jeder Workload nach einem kompatiblen Server, der so konfiguriert und eingestellt ist, dass er optimale Resultate für diese besondere Applikation liefert. Man findet oft Exchange-Server auf einer Plattform, Oracle-Datenbanken auf einer anderen und so weiter – alle auf einer Maschine untergebracht, die von Ingenieuren genau auf die jeweiligen Anwendungszwecke hin entwickelt und für die jeweiligen Workloads konfiguriert worden ist.

Wenn es um die Optimierung jedes einzelnen Workloads geht, ist diese Technologieform durchaus sinnvoll, weil man natürlich seine Applikation auf der bestmöglichen Plattform unterbringen will, um Spitzenresultate zu erzielen. Wenn man die Perspektive etwas erweitert, stellt sich nicht alles so rosig dar. Indem man für jede einzelne Applikation eine eigene physische Basis und Konfiguration bereithält und sie für jeden Workload speziell einrichtet, schafft man einen riesigen Overhead an unterschiedlichen und komplexen Installationen für die jeweiligen Server- und Speicher-Virtualisierungs-Umgebungen.

Wenn man diesen Ansatz nicht nur auf die Serverinstallationen bezieht, wird man schnell merken, dass die IT-Mannschaften außerordentlich viel Zeit und Anstrengung damit verbringen, die wesentlichen Teile eines Rechenzentrums (Server, Speicher, Netzwerk) miteinander effektiv zu verbinden. 

Es ist eine Sache, auf der Ebene eines einzelnen Herstellers und seiner abgeschotteten Fabrikumgebung alles miteinander zum Laufen zu bringen, aber es ist wesentlich komplizierter, so etwas in einem Rechenzentrum zustande zu bringen, wo es eine Mischung von neuen und alten Systemen gibt sowie nicht zueinander passende Ausbildungsniveaus der Mitarbeiter, unterschiedliche Prozesse und Herangehensweisen an die IT-Aufgaben. Die IT-Mannschaft verzweifelt teilweise daran, alles so wie ursprünglich geplant zum Laufen zu bringen und hat noch mehr damit zu kämpfen, alles langfristig effektiv zu betreiben, da viele Dinge plötzlich nicht mehr funktionieren oder sich grundlegend ändern.

Software, Server, Storage und Netzwerk getrennt einzukaufen und dann versuchen, alles miteinander in funktional in Betrieb zu nehmen, ist ein ähnliches Vorhaben wie ein Autokauf, bei dem man den Motor bei einem Hersteller bestellt, das Chassis bei einem anderen und die Räder, Sitze und Karosserie bei weiteren Herstellern. 

Während es theoretisch möglich sein könnte, auf diese Weise bessere Resultate zu erzielen, als wenn man nur den Empfehlungen eines einzelnen Herstellers vertraut, ist die Wahrscheinlichkeit eines solchen Resultats doch eher extrem niedrig anzusetzen. Mit der zunehmenden Standardisierung bei x86-Servern, mit denen auch anspruchsvollere Workloads bewältigt werden können, und der Austauschbarkeit von Komponenten von Hersteller zu Hersteller hat sich die Situation verändert: Viele IT-Architekten haben verstanden, dass es sinnvoller ist, die Infrastruktur konsistent aufzubauen und größere Unterschiede zu eliminieren, als auf die bestmögliche Architektur für jeden individuellen Workload zu setzen.

Optionen für Converged Storage sind ein natürliches Ergebnis dieses Denkansatzes. Die Zunahme an virtuellen Servern hatte einen nivellierenden Einfluss auf IT-Anforderungen. Heute reicht es völlig aus zu wissen, dass der Workload zur Virtualisierung passt und dass der Server zur gewählten Hypervisor-Technologie kompatibel ist – und auf diese Weise setzt man seine Server zusammen. Die spezifischen Anforderungen aller Anwendungen werden zumindest teilweise weniger wichtig in einer gegebenen virtuellen Serverumgebung. Und indem Unternehmen die virtuelle Servertechnologie für einen größeren Prozentteil ihrer laufenden Workloads nutzen, muss ihr Speicher für die Server-Virtualisierung durch angepasste Konfigurationen bereitgestellt werden, die sich je nach Workload unterscheiden.

Converged und hyper-converged Storage: Weniger Zusammenfügen erfordert

Alteingesessene und neu aufstrebende Hersteller sind sich dieser Zusammenhänge bewusst und haben damit begonnen, converged Infrastrukturlösungen anzubieten – Produkte, die Server-, Storage- und Netzwerkkomponenten von unterschiedlichen Herstellern miteinander verbinden. Diese Produkte kann man als vorkonfiguriertes Paket oder als Referenzarchitekturen kaufen, die die Kunden dann selbst zusammensetzen müssen. 

Beide Varianten sind in der Regel geeignet, gleichmäßig gute Resultate für alle Workloads zu liefern, die innerhalb der Reichweite der jeweiligen Pakete liegen. Andere Hersteller verfahren ähnlich und verkaufen hyper-converged Produkte, die Server, Storage, Netzwerk und einen Hypervisor in eine Box packen. Diese Systeme konzentrieren sich im Allgemeinen auf eine besondere Technologie für Server-Virtualisierung wie VMware oder Microsoft Hyper-V oder auf eine Anwendung wie Desktop-Virtualisierung (VDI).

Was physische Server angeht, so muss man die Server- und Speicherumgebung optimieren, um für den Workload, der auf einer individuellen Maschine läuft, die richtigen Bedingungen zu schaffen – was sehr viele einzelne Punkte umfassen kann. Virtuelle Servertechnologie agiert dagegen als ein ausgleichender oder nivellierender Faktor, der die Unterschiede und die dadurch bedingte Interoperabilität aus der Infrastrukturplanung herausnimmt. Wenn Unternehmen auf der Basis von Server-Virtualisierung standardisieren und die Mehrheit ihrer Workloads in einer solchen Umgebung laufen haben, führt es insgesamt zu einer wesentlich höheren Konsistenz der Infrastruktur für alle Workloads.

Sobald ein Unternehmen dieses höhere Konsistenzniveau ihrer IT-Infrastruktur erreicht hat, wird die Ausrichtung auf die jeweils bestmöglichen Komponenten einschließlich der individuellen Anpassungen auf Bare-Metal-Ebene und ausgefeilter Konfigurationen deutlich nachlassen. Diese Änderung im Fokus der IT hat zusammen mit einer industrieweiten Einheitlichkeit bei der Auswahl einer kleinen Anzahl von Optionen für virtuelle Server dazu geführt, dass einige Optionen für vorintegrierte converged Systeme die Szene bestimmen. 

Solche Systeme bieten einen Entwurf plus Bestellzettel an, die den Kunden als eine Art Kochbuch für die vordefinierte Auswahl von hyper-converged Systemen zur Verfügung stehen: Beim Hersteller wird dann die getroffene Auswahl an Server, Storage, Netzwerk und Management-Tools in der Fabrik zusammengesetzt. Und diese Produkte erlauben es dann den Anwendern, virtuelle Serverumgebungen schneller und mit weniger Aufwand und Integrationsrisiko online zu bringen.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2015 aktualisiert

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