Strategien für Daten-Storage: Was sich durch Cloud-Computing ändert

Bei der Definition einer Cloud-Computing-Strategie spielen die Kosten, Mitarbeiter sowie Ressourcen und Wartungsaufgaben eine signifikante Rolle.

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Im Moment arbeite ich an der Definition einer Cloud-Strategie. Zumindest für die nächsten Jahre benötigen wir ein...

Framework, das uns bei der Entscheidung darüber unterstützt, welche Services wir intern und vor Ort unterstützen und welche wir in die Cloud auslagern sollten.

Wenn man sich an den Entwurf einer solchen Strategie macht, spielen die Kosten natürlich auch eine Rolle. Daneben ist auch etwas wichtig, das ich als „Kapazität“ bezeichne. Angesichts der vielen noch anstehenden Projekte verschaffe ich mir mehr davon, wenn ich Wartungsaufgaben nach außen vergebe. Denn dann stehen mir interne Mitarbeiter und Ressourcen für neue Projekte zur Verfügung, was uns natürlich einen gewaltigen Vorsprung verschafft. Wir müssen noch einiges in dieses Framework investieren, bevor wir es für alle Entscheidungen nutzen können. Allerdings sind ein paar der Entscheidungen im Hinblick auf die Cloud sehr einfach – dazu zählt beispielsweise der Bereich Daten-Storage.

Unternehmen sind geradezu süchtig nach der Aufbewahrung von Daten. Schauen Sie nur mal in Ihr eigenes E-Mail-Postfach oder das von Mitarbeitern. Sie haben die Einladung zur Weihnachtsfeier des Unternehmens aus dem Jahr 2007 immer noch nicht gelöscht? Was ist mit der E-Mail des CEO, in der er Sie vor ein paar Monaten um eine Information bat? Warum löschen wir solche Daten nicht? Grund dafür ist die tief in uns sitzende Angst, wir könnten diese E-Mail, Datei, dieses Dokument oder diesen Datensatz irgendwann noch einmal brauchen. Und das macht uns das Löschen nahezu unmöglich. Es könnte ja schließlich sein, dass wir etwas aus dieser Einladung zur Weihnachtsfeier 2007 noch brauchen, und es wäre eine Katastrophe, wenn wir sie dann nicht mehr hätten.

Jahrelang habe ich mich im Hinblick auf Datenspeicherung und -Aufbewahrung an ein paar einfache Sortierregeln gehalten. Dazu teilte ich meine Daten in einige weit gefasste Kategorien ein:

  • Ständig verwendet
  • Manchmal verwendet
  • Selten verwendet
  • Nie verwendet

In den Zeiten vor der Cloud habe ich die „ständig verwendeten“ Daten auf der  Festplatte gespeichert (heute auch auf SSD). Die „manchmal verwendeten“ Daten kamen auf nicht ganz so flotte Laufwerke, die der Kategorie „selten“ auf die langsamsten. Bei Daten der Kategorie „nie verwendet“ versuchte ich, die Eigentümer zum Löschen zu überreden. Die selten genutzten Daten wurde ich aber nie los, so dass ich sie auf langsamen Laufwerken speichern musste. Dies zwang mich im Laufe der Zeit zum Kauf von immer mehr relativ teuren, langsamen Laufwerken, weil die Menge an manchmal, selten und nie genutzten Daten beständig wuchs.

Abgesehen von den anderen Entscheidungen in Bezug auf Cloud Services wie SaaS, IaaS, PaaS und dergleichen erleichtert mir die Cloud-Datenspeicherung die Aufbewahrung von Daten und ist zudem wesentlich kostengünstiger. Ich nutze auch heute noch  meine Kategorien „Ständig verwendet“, „Manchmal verwendet“, „Selten verwendet“ und „Nie verwendet“. Außerdem speichere ich die ständig genutzten Daten immer noch auf meinem schnellsten Speicher und die nur manchmal verwendeten auf dem langsameren. Allerdings lagere ich heute die nur selten und nie verwendeten Daten in die Cloud aus.

Mache ich mir Gedanken über die Performance beim Abrufen der „selten“ und „nie“ verwendeten Daten? Überhaupt nicht. Möchte ich meine Storage-Kapazität für Daten verschwenden, die selten oder nie genutzt werden? Nie im Leben! Diese Kapazitäten brauche ich für jede Menge anderer Daten. Möchte ich mein in Storage-Kapazität investiertes Geld für Daten verschwenden, die selten oder nie genutzt werden? Nicht wenn ich für wenig Geld mehrere Gigabyte langsames Storage bekomme. In der Praxis verwende ich Cloud-Storage als mein Daten-Archiv.

Manche Leute werden diese Entscheidung vermutlich in Frage stellen. Ob ich mir denn keine Sorgen um die Sicherheit und Vertraulichkeit meiner Daten mache? Natürlich – aber nicht bei einem zuverlässigen und vertrauenswürdigen Cloud Provider, denn der ist im Hinblick auf Datensicherheit und Vertraulichkeit mindestens so gut wie ich. Wäre er das nicht, würde er schnell Pleite gehen. Und wenn ich ehrlich bin, ist mir ein solcher Provider in diesen Dingen vermutlich weit voraus. Das muss er auch sein.

Die Cloud-Datenspeicherung nutze ich, um intern Kapazitäten für die von meinen Kunden stark nachgefragten Services zu schaffen: hoch leistungsfähigen On-Demand-Zugang zu den am häufigsten verwendeten Daten. Für alles andere suche ich mir jemanden, der das günstiger und mindestens genauso gut in der Cloud erledigt.

Über den Autor: Niel Nickolaisen ist CIO der Western Governors University in Salt Lake City. Er schreibt häufig Artikel und hält Vorträge und Präsentationen über die duale Rolle von IT für Strategie und operative Exzellenz.

Artikel wurde zuletzt im Januar 2013 aktualisiert

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