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Tipps für die fünf häufigsten Fehlermeldungen in Backup Exec

Obwohl Symantec Backup Exec sehr zuverlässig ist, können Fehlermeldungen bei den Management-Services auftreten, die sich aber einfach beheben lassen.

Dieser Artikel behandelt

Backup-Tools

Die Backup-Anwendung Backup Exec von Symantec kam bereits in den frühen 1990er Jahren auf den Markt und hat den Ruf, eines der zuverlässigsten Backup-Produkte am Markt zu sein. Trotzdem können auch hier Fehler auftreten. Wir erklären fünf der häufigsten Fehler in Backup Exec und wie diese behoben werden können.

Backup Exec Error 1068: Die Dependency Group startet nicht

Dies ist wahrscheinlich die häufigste aller Backup-Exec-Fehlermeldungen. Diese erscheint, wenn ein oder mehrere Services der Software nicht starten. Genaueres darüber lässt sich über den Service Control Manager herausfinden. Hier lässt sich feststellen, welche Services nicht starteten. Die folgenden Services müssen funktionieren:

  • SQL (Bkupexec)
  • BE Remote Agent
  • BE Device and Media
  • BE Server Service
  • BE Job Engine Service
  • BE Agent Browser

Je nachdem, wie die Software installiert wurde, könnten weitere Dienste nötig sein. Oftmals kann man den Start des Service erzwingen, indem man die rechte Maustaste anklickt und dann das Kommando „Start“ im Kontextmenü auswählt. Sollte das nicht funktionieren, überprüfen Sie die Applikations- und System-Logs im Event Viewer. Die Log-Einträge geben meist einen Hinweis darauf, was das Problem verursachte. In den meisten Fällen sind es Probleme mit den Berechtigungen des Accounts, auf dem diese Services laufen.

Backup Exec Error 1603: Schwerer Fehler während der Installation

Fehlermeldung 1603 hängt mit dem Installationsprozess von Backup Exec zusammen und weniger mit dem Backup-Prozess. Die Fehlermeldung kann wie folgt aussehen:

Backup Exec agent install failed with error code 1603

Backup Exec remote agent failed 1603

 Das ist ein Fehler, der auftritt, wenn eine andere Anwendung auf dem System sich eins der folgenden DLL-Files teilt:

  • Eportmodeller.dll
  • Schedu.dll
  • Schedngrur.dll

Dieser Fehler lässt sich korrigieren, indem der Administrator eine Änderung am Windows Registry vornimmt. Hier muss man unbedingt beachten, dass eine Änderung auch riskant sein kann. Unterläuft hier einen Fehler, so kann dieser Windows und/oder die Anwendungen lahmlegen. Aus diesem Grund sollte hier ein vollständiges System-Backup erfolgen, bevor das Registry verändert wird.

Nac dem System-Bakup öffnen Sie den Regsitry Editor und navigieren sich durch die Baumstruktur zu HKEY_CLASSES_ROOT\TypeLib. Mit einem rechten Mausklick auf TypeLib container wählen Sie dann Berechtigungen (Permissons) im Kontextmenü aus. Weisen Sie der Administrator Group und dem SYSTEM volle Kontrolle (Full Control) zu.

Damit sollte das Problem behoben sein. Ist dies nicht der Fall, so müssen Sie manuell die DLL-Files mit Backup Exec verbinden. Detaillierte Anweisungen, wie das umgesetzt werden kann, finden Sie hier.

Backup Exec Error E000FED1: Fehler bei der Abfrage des Writer-Status

Diese Fehlermeldung hängt mit dem VSS Writer (Schreiber) einer bestimmten Applikation zusammen. Hierbei meldet einer der VSS Writer, der eine laufende Anwendung auf dem Server sichert, den Status eines fehlgeschlagenen Prozesses, was dann die Fehlermeldung Error E000FED1 erzeugt.

Um diesen Fehler zu beheben, geben Sie das Kommando VSSADMIN LIST WRITERS in das Befehlseingabefenster ein. Windows gibt dann eine Liste aller VSS Writer aus und ob diese einen Error-Status aufweisen oder nicht. Normalerweise kann der VSS-Writer-Fehler durch ein Neustarten des Systems erfolgen. VSS-Writer-Fehlermeldungen haben aber eher etwas mit den Anwendungen oder dem Betriebssystem zu tun als mit Backup Exec. Hilft ein Neustarten nicht, so muss das Problem beim VSS Writer und den darunterliegenden Anwendungen direkt behoben werden, nicht in Backup Exec.

Das VSSADMIN-Kommando lässt sich dafür nutzen, herauszufinden, welcher VSS Writer das Problem verursacht.

Backup Exec Error 1053: Der Service antwortet nicht schnell genug auf ein Start oder Control Request

Diese Fehlermeldung kann durch zahlreiche unterschiedliche Gründe hervorgerufen werden. In einigen Fällen hängt das Problem mit dem Microsoft .NET Framework zusammen. Der einfachste Weg der Fehlerbehebung ist der, dass .NET Framework zu entfernen und neu zu installieren.

Die exakte Methode, dass .NETFramework zu entfernen und neu zu installieren, variiert je nachdem, welches Betriebssystem zum Einsatz kommt. In Windows Server 2008/2008 R2 lässt sich der Server Manager dafür nutzen. Allerdings hängen oft andere Applikationen vom .NET Framework ab und könnten ausfallen, wenn es entfernt wird. Zudem ist es ratsam, nach Updates des .NET Frameworks zu schauen. Häufig hat ein Update den gleichen Effekt wie eine Neuinstallation des .NET Framework, allerdings ohne das Risiko andere Anwendungen in Mitleidenschaft zu ziehen.

Aber die Fehlermeldung Error 1053 hat nicht immer etwas mit dem .NET Framework zu tun. Häufig kann es auf einen Ausfall der Management-Services hindeuten oder darauf, dass Services von Backup Exec nicht starten. Es könnte folgende Fehlermeldung hervorrufen: „Backup Exec Management Services could not be started. Backup Exec database is offline, turn it on and then restart the Backup Exec Services.“ (Backup Exec Management Services konnte nicht gestartet werden. Backup Exec Datenbank ist offline, schalten Sie sie erneut an und starten sie die Backup Exec Services neu.)

Manchmal reicht es für eine Fehlerbehebung, am Server „Services.msc“ einzugeben und zu prüfen, ob der SQL (BKUPEXEC)-Service funktioniert. Ist dies nicht der Fall, so gibt es die Möglichkeit, den Service durch einen rechten Mausklick (auf Service) und das Auswählen des Start-Kommandos im Kontextmenü zu starten.

Manchmal können es aber auch Berechtigungsprobleme sein, die ein Starten der Datenbank oder eines Backup Exec Services verhindert. Geben Sie am Server Services.msc ein, um die Berechtigungen zu überprüfen. Dadurch wird der Service Control Manager gestartet, mit dem man die Eigenschaften der einzelnen Services sichten kann. Jeder Backup Exec Service sollte so konfiguriert sein, das er unter dem Local System Account startet. Nachdem Sie Änderungen vorgenommen haben, sollten Sie den Server neu starten. Starten Sie die Backup Exec Console und klicken Sie auf Tools | Backup Exec Services | Service Credentials | Change Service Account Information. Damit stellen sie sicher, dass Backup Exec so konfiguriert ist, dass es einen Account nutzt, der Domain-Admin-Rechte hat. Nachdem die Änderungen vorgenommen wurden, ist auch hier ein Neustart der Services erforderlich.

Backup Exec Error E00084EC: Error lesen/schreiben der Daten von/auf das Medium

Das ist ein Fehler bei Backup Exec, der sich eventuell nicht so leicht beheben lässt, da es mit einem Schreib/Lese-Fehler auf dem Backup-Medium zusammenhängt. In vielen Fällen erhält man neben der Fehlermeldung auch die Benachrichtigung, dass das Tape-Laufwerk gereinigt werden muss. Allerdings behebt ein Säubern des Tape-Drives diesen Fehler nur in den allerseltensten Fällen.

Versuchen Sie ein neues Band zu nutzen, da das im Einsatz befindliche defekt sein könnte. Schafft ein Austausch keine Abhilfe, dann liegt das Problem möglicherweise beim Gerätetreiber für das Laufwerk. Es empfiehlt sich, den aktuellen Gerätetreiber für das Bandlaufwerk herunterzuladen und zu installieren. Das umfasst auch verfügbare Firmware-Updates. Kommt es nach einem Update noch immer zu Problemen, führen Sie ein Backup vom Windows Server Backup durch. Dadurch lässt sich feststellen, ob Hardwareprobleme vorliegen.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2015 aktualisiert

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