Tipps zum Erstellen von Hyper-V-Repliken

Mit Hyper-V-Replikationen lassen sich sekundäre, offline-VMs erstellen, die für Recovery-Prozesse im Falle einer Störung verwendet werden können.

Hyper-V erlaubt Administratoren, ihre virtuellen Maschinen dadurch zu schützen, dass sie Offline-Repliken im Rechenzentrum oder an externen Standorten anlegen und verwahren können. Wird die primäre Kopie einer VM beschädigt oder es gibt eine Störung im RZ, dann kann die sekundäre VM-Replik schnell Online genommen werden, um produktive Workloads zu bedienen.

Obwohl es Microsoft dem Anwender recht einfach macht, eine VM-Replik zu erstellen, so muss der Administrator doch noch eine Menge anderer Entscheidungen treffen. Die wichtigsten davon betreffen den eigentlichen Replikationsprozess. Was ist also der beste Weg, Daten der produktiven VM auf eine andere (remote) Hyper-V-Replik zu kopieren?

Die simpelste Methode, einen initialen Hyper-V-Replikationsprozess umzusetzen, ist es, die VMs über das Netzwerk hinweg zu replizieren. Dies ist zwar ein einfacher Prozess, aber nicht immer die beste Option, vor allem dann nicht wenn Sie:

  • eine große Anzahl an VMs replizieren wollen. Wird beispielsweise eine VM über eine WAN-Verbindung repliziert, so könnte eine initiale Replikation Wochen dauern, bevor sie abgeschlossen ist, je nachdem wie groß die VM ist.
  • eine oder mehrere sehr große VMs replizieren müssen. Bei VMs mit mehr als einem TByte an Daten kann es durchaus passieren, dass der initiale Replikationsprozess misslingt. In diesem Fall lässt sich der Replikationsprozess vom Zeitpunkt des Ausfalls wieder anstoßen, und letztlich wird er auch zu einem erfolgreichen Abschluss kommen. Allerdings muss der Administrator quasi stets den Prozess überwachen, damit er ihn bei Bedarf gleich wieder starten kann. Diese „Händchen-Halten“ kostet unnötige Administrationszeit.
  • eine langsame oder unzuverlässige Verbindung zwischen dem primären und dem sekundären Server haben.

Seeding einer VM-Replik

Es gibt aber auch andere Optionen für die Erstellung der VM-Replik. Anstatt die Replikation über eine Leitung laufen zu lassen, gibt Microsoft Administratoren die Möglichkeit des „Seedings“. 

Obwohl es Microsoft dem Anwender recht einfach macht, eine VM-Replik zu erstellen, so muss der Administrator doch noch eine Menge anderer Entscheidungen treffen.

Dabei werden die Daten direkt auf den Replikationsserver geschrieben, so dass per Netzwerk nur noch Deltas transferiert werden müssen.

Es gibt zwei Verfahren für das Seeding einer VM-Replik:

Benutzen Sie eine bestehende VM auf dem Replikationsserver als initiale Kopie. Um diese Seeding-Methode zu nutzen, müssen Sie die zu replizierende VM sichern und dann dieses Backup auf dem Replikationsserver wiederherstellen. Hyper-V macht es dann möglich, dieses Restore als initiale Replik zu nutzen. 

Da das Betriebssystem der VM und deren Informationen nun auf dem Remote-Host liegen, muss der Administrator diese VM nur noch als Replik kennzeichnen. Danach beginnt Hyper-V damit, die primäre VM an mit der VM-Replik zu synchronisieren.

Microsoft offeriert aber noch ein anderes Verfahren als die Backup/Restore-Methode und benötigt hier auch keine Backup-Software. Die zweite Methode erlaubt einen Export der virtuellen Maschine auf transportierbare Medien, um die VM direkt auf den Replikations-Host zu importieren. In Bild 1 können Sie die verfügbaren Replikationsverfahren sehen.

Replikationsverfahren für VMs unter Hyper-V

Die Abbildung zeigt, dass es eine Option gibt, die initiale Hyper-V-Replikation zeitlich zu planen und festzulegen. Diese Option lässt sich nutzen, wenn Sie die Replik von einer bestehenden VM anfertigen oder die erste Kopie über das Netzwerk senden. 

Die Terminfunktion lässt sich nicht nutzen, wenn Sie transportierbare Medien für einen Import einsetzen. Diese Funktion ermöglicht es, die initiale Replikation so zu planen, dass sie in Zeiten stattfindet, in denen die Ressourcen nicht unter voller Auslastung stehen und es somit nicht zu Engpässen kommt. 

Es ist wichtig, daran zu denken, dass sich nur der Start der Replikation terminlich planen lässt. Es gibt keinen Mechanismus, den Replikationsprozess anzuhalten oder auszusetzen, falls er zu viel Zeit in Anspruch nimmt. 

Die oben beschriebenen Methoden haben beide Ihre Vor- und Nachteile. Es gibt keine absolute „beste“ Methode für jedes einzelne Szenario. Deswegen müssen Sie abwägen, welche für Ihr Unternehmen am besten umsetzbar und am nützlichsten ist.

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Artikel wurde zuletzt im April 2015 aktualisiert

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