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Verfügbare Storage-Optionen für virtuelle Server

Für Server-Virtualisierung gibt es verschiedene Storage-Optionen, wobei jedes Storage individuelle Vor- und Nachteile mit sich bringt.

In virtuellen Server-Umgebungen ist oft das Storage der entscheidende Faktor für die Performance. Was ist also die beste Storage-Option für Server-Virtualisierung? Auf diese Frage gibt es keine einfache und eindeutige Antwort.

Es gibt zahlreiche Hypervisoren am Markt und jeder hat eigene Storage-Anforderungen. Jeder derzeit verfügbare Storage-Typ hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Manche können extreme IOPS-Anforderungen besser bedienen, während andere ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis pro GByte bieten. Es gibt also keine perfekte Methode, Storage für virtualisierte Umgebungen auszuwählen. Wir erklären drei Storage-Optionen, die virtuelle Server gut bedienen können.

Option 1: Hyper-Konvergenz

Im letzten Jahr propagierten zahlreiche Hersteller und Analysten, dass hyper-konvergente Infrastrukturen bald der Standard für Server-Virtualisierung sein werden. Zwar ist diese Aussage diskutierbar, allerdings gibt es gute Gründe dafür, warum hyper-converged Infrastrukturen immer beliebter werden.

Hyper-konvergente Storage-Systeme wurden spezifisch für den Einsatz mit virtuellen Servern konzipiert. Die wichtigsten Komponenten wie CPU, Storage und Netzwerk sind für Interoperabilität zertifiziert und kompatibel mit der Hypervisor-Software. Der Vorteil des hyper-konvergenten Storage für die Server-Virtualisierung liegt darin, dass das Storage mit der restlichen Hardware integriert und vorkonfiguriert ist und somit eine optimale Bedienerfahrung offeriert.

Allerdings ist diese Integration mit Storage innerhalb des hyper-konvergenten Systems auch nachteilig. Will man nur die Speicherkapazität erweitern, so muss man zusätzliche Module erwerben, selbst wenn kein Bedarf an weiteren Compute- oder Netzwerkressourcen vorliegt, die ja auch in diesen Modulen enthalten sind. Somit sind die Kosten für eine Kapazitätserweiterung oft höher als bei anderen Storage-Typen.

Option 2: Storage-Virtualisation

Storage-Virtualisierung ist eher eine generische Technologie, da sie sich auf verschiedene Weise implementieren lässt. So kann beispielsweise das Betriebssystem Windows Server Storage-Virtualisierung mittels der Funktion Windows Storage Spaces bereitstellen.

Das grundlegende Konzept der Storage-Virtualisierung besteht darin, physischen Storage unter einem Abstraktions-Layer zu verbergen. Dieser Abstraktions-Layer ermöglicht es, multiple physische Systeme zu einem einzigen logischen Pool zusammenzufassen. Allerdings geht es hier um mehr als nur Kapazitätszusammenfassung. Wenn dies das einzige Ziel wäre, ließe sich eher ein RAID-Array einsetzen, da dies einfacher ist.

Wie bereits erwähnt, hat jeder Hersteller seine eigene Methode, Storage zu virtualisieren. In einigen Fällen kombiniert man multiple NAS-Appliances in einem einzigen logischen Storage-System. Eine andere Möglichkeit ist es, ein logisches Storage-System aus mehreren Festplatten zu erstellen.

Ein Unterscheidungsmerkmal zu anderen Storage-Arrays ist, dass Storage-Virtualisierung oft verschiedene Funktionen der unterschiedlichen Storage-Systeme kombiniert. Nehmen wir an, Storage-Virtualisierung wird dafür genutzt, ein logisches Laufwerk aus SSD- und Festplattenspeicher aufzubauen. Hier würde der Abstraktions-Layer das SSD-Speicher als Highspeed-Tier und damit als Schreib-Lese-Cache nutzen. Die Festplatten würden als Speicher für weniger aktive Daten zum Einsatz kommen.

Dieser Ansatz funktioniert sehr gut für Server-Virtualisierung, da der leistungsfähige Tier IOPS-Spitzen abfängt, während der Kapazitäts-Tier genügend Kapazität verfügt, um zahlreiche Virtual Hard Disk (VHD) abzuspeichern.

Option 3: Cloud-Storage

Cloud-Storage lässt sich ebenso gut für Server-Virtualisierung einsetzen. Allerdings machen es die derzeitigen Netzwerke impraktikabel, alle vorhandenen VHDs in die Cloud zu transferieren, während die virtuellen Maschinen (VMs) weiterhin auf lokalen Ressourcen laufen. Trotzdem ist Cloud-Storage eine Option.

Noch vor kurzem haben Cloud-Provider versucht, ihre Kunden davon zu überzeugen, all ihre Ressourcen in die Cloud zu verlagern. Mittlerweile ist es aber eher der Trend, einige VMs besser im lokalen Rechenzentrum operieren zu lassen und andere besser in die Cloud zu transferieren. Services wie Microsoft Azure oder Amazon Web Services (AWS) ermöglichen es Administratoren, nicht nur VMs in die Cloud zu geben, sondern auch Cloud-Storage für dedizierte Zwecke aufzusetzen und zu nutzen.

Cloud-Storage lässt sich sicher nicht für jedes Einsatzszenario nutzen, aber es kann in manchen Bereichen Vorteile bieten. So kann ein Unternehmen zum Beispiel für einen zeitlich begrenzten Anstieg an Workloads eine Skalierung mittels Cloud-VMs erzielen, die zusätzlich zu den lokalen Ressourcen operieren. Ebenso lassen sich Datenarchive im Cloud-Storage vorhalten, um lokale Speicherkapazitäten wieder verfügbar zu machen.

Generell gibt es keinen typischen VM-Storage, der sich am besten eignet. Moderne Hypervisor können glücklicherweise verschiedene Storage-Typen nutzen. Das gibt dem Administrator die Freiheit, das Storage für seine Server-Virtualisierung zu wählen, das seine Anforderungen am besten bedient.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2015 aktualisiert

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