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Vor- und Nachteile einer Hybrid-Cloud-Architektur

Eine hybride Cloud kann kostengünstiger sein als eine All-in-One-Lösung, allerdings ist eine Implementierung sehr zeitaufwändig.

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Public Cloud

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Eine hybride Cloud-Architektur kann zahlreiche Vorteile ins Rechenzentrum bringen. Für lokales Storage (on-premise) gewährleistet sie hoch skalierbare, kosteneffiziente Storage-Infrastrukturen, die sich für unstrukturierte Daten eignen. Ebenso lässt sich eine solche Architektur für Informationen von IoT-Nutzern und deren Geräte wie Kameras oder Sensoren nutzen. Für externes Storage (off-premise) ermöglicht eine hybride Architektur nahtlose Integration mit Public-Cloud-Providern, was nützlich für Cloud Bursting, Disaster Recovery und Langzeitarchivierung ist.

Eine Hybrid-Cloud-Architektur anzustreben, zu erwerben und zu implementieren ist eine wesentliche Entscheidung. Es gibt hier zwei Optionen: sie selbst aufzubauen oder eine bereits zusammengestellte (pre-packaged) Lösung zu nutzen. Beide Methoden haben Vor- und Nachteile.

Option 1: Die eigene Hybrid-Cloud-Architektur aufbauen

Für viele Rechenzentren ist der Aufbau einer eigenen hybriden Cloud-Architektur verlockend, da hier Geld gespart und die Flexibilität erhöht werden kann. Bei diesem Ansatz wählt der IT-Planer die Cloud- oder Object-Storage-Software unabhängig von der Hardware aus. Oftmals besteht die Hardware aus COTS-Servern (Commodity Off-the-Shelf), die beispielsweise während eines Konsolidierungsprojektes angeschafft wurden. Ebenso benötigt der IT-Verantwortliche COTS-Storage-Komponenten.

Der Cloud-Eigenbau ist in der Regel weitaus günstiger als andere Optionen. Die Kosteneinsparungen können hier sehr hoch sein, erst recht wenn sich vorhandene Server des RZs als Teil der Cloud-Storage-Infrastruktur wiederverwerten lassen. Darüber hinaus gibt diese Option hohe Flexibilität. Der IT-Manager definiert die Architektur und kann die Hardware jeglicher Hersteller einsetzen – jetzt und auch in Zukunft.

Diese Vorteile können sich auch als Nachteile entpuppen. Es kann äußerst zeitaufwändig sein, Server und Storage zu bestimmen und evaluieren, die letztlich Teil der Cloud-Infrastruktur sein sollen. Je mehr Hardware zur Verfügung steht, desto anspruchsvoller kann es sein, diese zu unterstützen.

Option 2: Vorgefertigte Hybrid-Cloud-Architekturen

Obwohl es scheint, dass vorgefertigte Cloud-Architekturen das ganze Gegenteil der Eigenbauvariante sind, so sind sie ihnen doch sehr ähnlich. Bei diesem Modell übernimmt der Hersteller nicht nur die Integration, sondern installiert auch die Object- oder Cloud-Storage-Software auf der Standardhardware. Ist der Anbieter ein Server-Hersteller, so wird er natürlich seine Hardware einsetzen.

Der Vorteil dieser Option liegt in der schnellen Umsetzungszeit. Das System lässt sich in einer 3-Node-Konfiguration anfordern und mehr oder weniger sofort nutzen, um Daten darauf zu schreiben.

Der Nachteil sind in der Regel die Kosten, da Hersteller aufgrund der vorher vorgenommenen Konfiguration einen höheren Preis verlangen. Aber der Unterschied ist nicht so groß wie angenommen. Besonders gering ist der Preisunterschied bei Serverherstellern, die die Vorkonfiguration beziehungsweise -integration als Mittel benutzen, mehr Server zu verkaufen. Der mitangebotene Service dient quasi als Lockvogel für Kunden.

Welche Option fürs Rechenzentrum gewählt wird, hängt größtenteils davon ab, wie viel Know-how und Zeit das IT-Team hat. In vielen Firmen gibt es nur wenig IT-Verantwortliche. Das bedeutet, dass hier keine Zeit bleibt, sich mit neuer Storage-Software vertraut zu machen und die Hardwareinfrastruktur zusammenzustellen, auf der diese dann läuft. Vorkonfigurierte hybride Clouds können nah an den Preis der selbstgebauten Hybrid Clouds herankommen, sind schnell nutzbar und einfacher zu unterstützen.

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Artikel wurde zuletzt im November 2015 aktualisiert

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