Tipp

Vor- und Nachteile von hybridem Cloud-Storage

Was Sie in diesem Artikel erfahren können: Die Umstellung auf ein hybrides Cloud-Modell ermöglicht vielen Unternehmen eine Senkung ihrer Kosten, weil Offsite-Storage und Daten-Management von externen Dienstleistern übernommen werden. Auf der anderen Seite bergen hybride Clouds auch eine Reihe von Risiken, nicht zuletzt im Hinblick auf Sicherheit und Latenz. In diesem Tipp erläutern wir die sorgfältige Analyse einer möglichen Lösung für hybrides Cloud-Storage.

Tewje, die Hauptfigur des Roman-Musicals Anatewka, kann sich nie entscheiden, weil er sich ständig in Abwägungen der Art „einerseits … andererseits“ verzettelt. Ähnliche Probleme haben Storage-Manager, könnte man meinen: Wenn sie zur Speicherung die Cloud nutzen, dann derzeit meist im Rahmen von hybriden Lösungen – und es ist schwer zu sagen, ob solche Hybrid-Angebote wirklich das Beste aus zwei Welten vereinen, oder nicht doch zu schön sind, um wahr zu sein. In jedem Fall aber lohnt es sich, einige Vorteile und Nachteile hybrider Cloud-Storage zu betrachten.

Vorteile hybrider Cloud-Modelle

Niedrigere Kosten. Für Organisationen mit großen Mengen an inaktiven Daten kann es günstiger sein, diese auf Laufwerken mit hoher Kapazität oder Kompression bei einem externen Anbieter aufzubewahren. In solchen Fällen kann eine hybride Cloud-Appliance, zusammen mit Tiering-Software, dazu genutzt werden, aktivere, zielkritische Daten näher am Ort der Verarbeitung zu

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speichern und weniger aktuelle in der Cloud.

Daten-Standorte. Aktive Daten können von einem günstigen Aufbewahrungsort irgendwo in der Cloud zu Access Points verlagert werden, die näher am Endkunden liegen. So lässt sich unter Umständen eine ideale Balance aus günstiger Speicherung und schnellem Zugriff erreichen; ein gutes Beispiel für derartige Standort-Überlegungen sind Medien-Dateien. Auch hier kommt es entscheidend auf den Einsatz von Tiering-Software an.

Offsite-Speicherung. Die meisten Cloud-Provider haben sichere Rechenzentren im Angebot. In vielen Fällen bringt dies bedeutende Vorteile gegenüber den Bürogebäuden, in denen sich die Data Center von Unternehmen meist befinden. Offsite-Speicherung lässt sich so als Plattform für Business Continuity oder Daten-Archivierung nutzen, bei der die Gefahr von Datenverlusten minimiert ist.

Daten-Management. Cloud-Provider bieten eine Reihe von Daten-bezogenen Diensten wie Replikation, Backups und Service-Level-Garantien. Dadurch wird internes IT-Personal von solchen Aufgaben entlastet, und die Mitarbeiter können sich Aktivitäten mit höherer Wertschöpfung widmen.

Bezahlen nach Nutzung. Unternehmen mit saisonalem oder zyklischem Geschäft brauchen zu Spitzenzeiten möglicherweise enorme Mengen an Rechen-Ressourcen. Über einen hybriden Cloud-Anbieter ist ein Zugriff auf solche Ressourcen ohne lange Vorlaufzeiten realisierbar. Dabei wird nur abgerechnet, was wirklich ab wann und für wie lange genutzt wurde.

Nachteile hybrider Cloud-Modelle

Sicherheit. Verschlüsselung und andere Technologien können das Risiko von Daten-Diebstahl oder Mithör-Aktionen minimieren. Trotzdem öffnet die Verlagerung von Daten außerhalb des eigenen Rechenzentrums prinzipiell eine weitere Tür für mögliche Eindringlinge.

Komplexität. Das Hinzufügen von hybriden Cloud-Appliances oder -Software macht Ihre Infrastruktur komplizierter. Viele Anbieter versprechen zwar eine Verringerung des Management- und IT-Aufwands, doch Sie sollten dabei im Hinterkopf behalten, dass Sie damit auch eine neue Geschäftsbeziehung zu pflegen haben.

Latenzfragen. Es gibt einen guten Grund dafür, warum so viele Anbieter mit ihren Lösungen auf das Beheben von Latenz-Problemen bei Cloud-Storage abzielen: Die Latenzzeiten sind immer noch eine Herausforderung. Die gute Nachricht dabei: Genau hier sollen unterschiedliche hybride Cloud-Angebote besonders glänzen – mit Appliances, die Cloud-Storage wie eine Speicherung in lokalen Rechenzentren erscheinen lassen. Es gibt also Möglichkeiten zum Umgang damit, doch Latenzzeiten bleiben bei jeder Cloud-Strategie ein Kernproblem.

Ausfall des Providers. Die meisten größeren Storage-Anbieter haben inzwischen eigene Cloud-Angebote oder Partnerschaften dafür. Doch wer das Platzen der Dotcom-Blase miterlebt hat, weiß, wie es ist, wenn Technologiefirmen plötzlich ihr Geschäft einstellen. Wenn Ihre Daten in einem verschlossenen Gebäude eines solchen gescheiterten Anbieters gefangen sind, kann der Ausdruck „Disaster Recovery“ plötzlich eine sehr wörtliche Bedeutung bekommen.

Kosten-Management. Ein großer Vorteil der Cloud besteht darin, dass neue Systeme fast sofort aufgesetzt werden können. Ein Nachteil dabei aber ist, dass dadurch unvorhergesehene und unkontrollierte Kosten entstehen können – ohne strenge Kontrollen ist dies das technische Äquivalent zu einem Blankoscheck. Potenzial für negative Überraschungen haben schon die Datentransfer-Kosten für das Bewegen von Daten in die Cloud und aus ihr heraus: Ihre Höhe wird bei den Absprachen über Vereinbarungen zur Service-Qualität oft nicht richtig klar.

Wenn Sie alle hier genannten Faktoren berücksichtigt haben, können Sie sich der endgültigen Entscheidung zuwenden. Dafür müssen Sie Ihre Optionen abwägen und können sich dann darauf festlegen, was für Ihr Unternehmen am sinnvollsten ist.

BIO: Phil Goodwin ist Storage-Berater und freiberuflicher Autor

Artikel wurde zuletzt im Oktober 2011 aktualisiert

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