Warum ein “converged” statt eines “hyper-converged” Systems wählen?

Converged Systeme sind im Vergleich zu hyper-converged Systemen flexibler, da sie nur auf Hardware basieren und nicht durch Software festgelegt sind.

Der Grund, ein „converged“ einem „hyper-converged“ System vorzuziehen, reduziert sich auf ein einziges Wort: Flexibilität. Converged und hyper-converged Systeme wurden entwickelt, um die Installation von Server-Virtualisierung einfacher zu machen, indem die kritischen Entscheidungen aus der Hardware-Auswahl herausgenommen werden. Das Konzept dahinter besteht darin, dass ein converged oder ein hyper-converged System eine Reihe von aufeinander abgestimmten Hardware-Komponenten liefert, die Storage, Netzwerk und Server umfassen.

Converged Systeme benutzen einen hardwarebasierten Ansatz für Virtualisierung. Mit anderen Worten, die Computing-, Netzwerk- und Speicherkomponenten sind alle hardwarebasiert und agieren als die Hauptbestandteile des converged Systems. Im Gegensatz dazu verwenden hyper-converged Systeme eine softwarebasierte Infrastruktur, die auf den physischen Komponenten aufsetzt. Dies ist eine wichtige Unterscheidung, die dazu führt, dass converged Systeme wesentlich flexibler sind.

Obwohl die Komponenten in einem konvergenten System darauf ausgerichtet sind, miteinander ein gemeinsames Ziel zu verwirklichen, beruht dies auf keinen exakten Vorgaben, dass die Hardware genau auf diese Weise benutzt werden muss. Wenn man ein Computing-Modul für einen anderen Zweck einsetzen will, ist das durchaus auch möglich. In einer hyper-konvergenten Infrastruktur legt dagegen die Software die Vorgaben genau fest, und man kann keine Komponenten in einer davon abweichenden Art und Weise benutzen.

Ein anderer Vorteil, eine converged statt einer hyper-converged Infrastruktur einzusetzen, besteht darin, dass man in einigen Fällen nicht unbedingt eine umfassende Architektur aus auf einander abgestimmten Komponenten kaufen muss. Man kann stattdessen den Ansatz einer Referenzarchitektur wählen, mit der ein Unternehmen bestehende oder neue Hardware benützen kann, um so etwas wie ein vorfabriziertes converged System zu bauen. EMC zum Beispiel bietet mit EVO:RAIL eine Referenzarchitektur an.

Ungeachtet dessen, ob sie einen Bausatz oder eine Referenzarchitektur verwenden, sind converged Systeme in der Regel nicht so teuer wie vergleichbar ausgerüstete hyper-converged Systeme, die wegen ihrer Software-Ausstattung zu höheren Kosten führen. Einige Hersteller argumentieren, dass die Anfangskosten in der Regel höher sind, aber langfristig gesehen seien hyper-converged Systeme wegen der geringeren Betriebsaufwendungen billiger.

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Artikel wurde zuletzt im August 2015 aktualisiert

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