Was Sie bei Cloud-integriertem Storage beachten sollten

Cloud-Storage nutzt Objekt-Storage als günstigen Tier, aber Migration- und Performance-Beschränkungen können hinderlich sein.

Cloud-integriertes Storage (CIS) nutzt Objekt-Storage als günstigen Tier, aber Migration- und Performance-Einschränkungen können hinderlich sein und müssen beachtet werden. CIS stellt sich als Block- oder File-Storage-System dar, aber dabei gibt es einiges zu berücksichtigen. Daten, die auf CIS-Systeme geschrieben werden, werden basierend auf Policies in Cloud-Object-Storage abgelegt. Bei den Regeln können Faktoren wie beispielsweise das Alter der Daten oder der letzte Zugriff angewendet werden. Daten, die in der Cloud residieren, hinterlassen lokal so etwas wie eine Fußnote oder Notiz und stellen sich den Anwendern oder Applikationen nach wie vor als lokal dar. Der einzige Unterschied ist der, dass es länger dauert, auf die Daten im Objektspeicher zuzugreifen.

Auf diese Weise werden die meist genutzten und relevantesten Daten lokal gespeichert und weniger aktive oder passive Daten speichert man auf dem günstigeren Cloud-Object-Storage. Das macht den Cloud-Object-Storage zu einem Nearline-Tier für CIS. Das Cloud-integrierte Storage dedupliziert auch alle Daten, die an die Cloud gesendet werden und reduziert so die monatlichen Kosten für das Speichern inaktiver Daten. Das CIS macht zudem Snapshots der lokalen Daten, die als Off-site Data Protection verwendet werden können.

Obwohl Cloud-integriertes Storage einen echten Mehrwert fürs RZ bietet, wurde die Technologie nie wirklich am Markt angenommen. Dafür gibt es zwei Gründe.

Zum einen liegt es an der Performance und Funktionalität. Die meisten CIS-Systeme sind nicht wirklich als Primärspeicher geeignet, da sie einfach nicht die gleiche Performance wie ein SAN- oder NAS-System bieten können. Ebenso fehlt es ihnen oft an den entsprechenden Services. Diese Einschränkungen schieben CIS in die Ecke des Sekundär- oder Nearline-Storages. Nearline-Storage wird hauptsächlich für Backup- und Archiv-Daten sowie inaktiver Informationen eingesetzt. CIS ist eine separate Plattform, die Daten müssen vom Primärspeicher in  den Cloud-integrierten Nearline-Storage verschoben werden. Und das wiederum schmälert die Vorteile des CIS.

Ein weiterer Grund dafür, das die Technologie nur wenig Anklang findet, ist die Migration. Datenmigration ist generell ein manueller und arbeitsaufwendiger Prozess. Backup und Archivierung funktionieren mit CIS genauso wie mit SAN- oder NAS-Systemen. Das Problem beim CIS ist das, dass die Migrationsapplikationen die Informationen auch direkt in den Cloud-Object-Storage transportieren können. Das gilt auch für Backup- und Archivierungsapplikationen.

Viele Unternehmen wollen für ihre zahlreichen Systeme sicherstellen, dass es keinen Single Point of Failure gibt, wenn man auf die Daten zugreifen muss. Fällt ein CIS aus, dann stellt sich die Frage, wie die Anwendung auf die Informationen in der Cloud zugreift. Ohne ein zweites System, dass über aktuelle Kopien der Metadaten verfügt, sind diese Daten nicht verfügbar.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2015 aktualisiert

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