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Was Sie über Disaster Recovery Planung bisher nie zu fragen wagten

Wir zeigen sechs Fragen auf, die Sie sich über Business Continuity (BC) und Disaster Recovery (DR) stellen sollten. Ein Plan kann hilfreich sein.

Ein gründlicher, strukturierter Plan für Business Continuity (BC) und Disaster Recovery (DR) kann Unternehmen dabei helfen, sich auf Betriebsunterbrechungen vorzubereiten.

Desaster können Unternehmen aus verschiedenen Richtungen treffen, sei es durch eine Wetterkatastrophe oder Cyberangriffe. Ein solider BC/DR-Plan ist entscheidend dafür, ob sich das Geschäft wieder erholt oder zumindest der Datenverlust im Rahmen bleibt.

Es stellen sich eine Menge Fragen zur BC/DR-Planung. Nicht alle fallen auf den ersten Blick ins Auge. Einige Administratoren kümmern sich um sehr spezifische Details des Plans selbst, um Testprozesse und Personalausstattung. Andere fragen sich, ob ein solcher BC/DR-Plan überhaupt sinnvoll ist. Insgesamt scheint ein Schritt-für-Schritt-Plan für Disaster Recovery nicht unbedingt zur Grundausrüstung einer IT-Abteilung zu gehören.

Die Antworten zu den folgenden allgemeinen Fragen zu BC/DR können Klarheit darüber schaffen, welche Qualitäten ein Plan überhaupt haben sollte. Welche Updates und welche Analyseprozesse sind erforderlich? Sie können vielleicht sogar dabei helfen, andere Antworten und Optionen zu finden, die besser zum eigenen Unternehmen und Budget passen.

1. Was macht einen guten Disaster-Recovery-Plan aus?

Vorsicht, Tests und Lernen aus den Fehlern von anderen sind gute Startpunkte für einen BC/DR-Plan. Aber die Bedrohungssituation für Disaster Recovery wächst täglich. Neu hinzugekommen sind Dinge wie Container Storage und die wachsende Bedrohung durch Ransomware.

2. Wer sollte hinzugezogen werden?

Angestellte beteiligen sich, wenn eine Business Impact Analysis (BIA) durchgeführt wird. Aber das Interesse flaut schnell ab. Wenn die BC/DR-Planung beginnt, wird die Masse der Arbeit oft von einer kleinen Gruppe an Leuten oder sogar nur von einer Person erledigt, manchmal auch von einem externen Berater. Es hat aber eine Reihe von Vorteilen, wenn mehrere Mitarbeiter des Unternehmens zu dem BC/DR-Prozess hinzugezogen werden.

Angestellten können Schwachstellen und Anforderungen an die Kapazitätsplanung identifizieren. Das BC/DR-Training kann die Probleme bei einem Krisenfall aufzeigen. Durch eine tiefere Kenntnis des BC/DR-Plans könnten die Beschäftigten sogar dazu angeregt werden, Vorsichtsmaßnahmen in ihre alltägliche Arbeit einzubauen.

3. Ist eine Risikoeinschätzung wichtig?

Berater für BC/DR empfehlen gerne die Durchführung einer Risikoeinschätzung, bevor ein Plan aufgestellt wird. Aber solche Maßnahmen sind eventuell nicht für alle geeignet. Zeit und Budgetzwänge könnten abschreckend wirken, und viele Angestellte haben genug mit ihrer Arbeit zu tun.

Diese Vorarbeit kann als die beste Vorbereitung für einen BC/DR-Plan betrachtet werden, aber ein Plan kann auch ohne sie erstellt werden. Eine Liste mit Fragen für die Angestellten kann als komprimierte Business Impact Analysis (BIA) oder als erste Risikoeinschätzung dienen, aber sie wird nicht so tiefgehend sein wie eine volle Erhebung.

4. Wie geht man richtig mit dem Budget um?

Korrekte Tests des DR-Plans sind wichtig, damit ein Unternehmen im Ernstfall auch vorbereitet ist und richtig reagiert. Aber was passiert, wenn die nötigen Gelder dafür nicht vorhanden sind? Ein hauptsächlicher Kostenfaktor ist die Zeit, die im Unternehmen für die Tests aufgewendet werden muss: Diese Zeit zu reduzieren kann dabei helfen, innerhalb des vorgesehenen Budgets zu bleiben. Dies gilt auch dann, wenn weniger Personen an den Tests teilnehmen. Wenn man die Erfolgskriterien für solche Tests modifiziert, könnte ebenfalls an den Kosten gespart werden, aber womöglich wird dann die Qualität der Tests eingeschränkt.

5. Wie erhält man einen aktuellen Plan?

Wie bei jeder Technologie sind häufige Updates entscheidend dafür, einen Plan über eine längere Zeitspanne hinweg wirksam zu erhalten. BC/DR-Pläne können eine längere Liste von 50 bis 100 Seiten über einzelne Schritte und Verantwortlichkeiten enthalten. Wenn man einen Plan modernisiert, kann eine Aufteilung in Einzelschritte zur besseren Übersicht beitragen. Aufgaben zu delegieren und einen Zeitplan zu erstellen kann ebenfalls den Prozess erleichtern.

6. Braucht man wirklich einen BC/DR-Plan?

Technisch gesehen, lautet die Antwort „Nein“. Alternativen wie zum Beispiel direkte Reaktionen im Einzelfall oder ein allgemeines Notfall-Management können dabei helfen, Probleme zu lösen. Einfach eine Liste von einzelnen Schritten im Notfall zu erstellen, kann im Katastrophenfall von Vorteil sein.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2017 aktualisiert

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