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Was bei einer Hybrid-Cloud-Integration zu beachten ist

Die Integration der Storage-Umgebung in eine Hybrid Cloud bringt verschiedene Vorteile, beispielsweise für Backup-Prozesse oder fürs Daten-Tiering.

Dieser Artikel behandelt

Public Cloud

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Viele Unternehmen implementieren mittlerweile einige ihrer Anwendungen und Daten in der Public Cloud. Je nach speziellem Einsatzgebiet, stellt sich die Frage, inwiefern die IT-Umgebung von einer hybriden Cloud profitieren kann. Erweitert man Rechenzentren um Cloud-Ressourcen, so können Administratoren sicherstellen, dass die produktiven Applikationen immer Zugriff auf die wichtigsten Primärdaten haben, während die weniger genutzten Informationen an günstigen, elastischen Cloud-Storage gesendet werden.

Um herauszufinden, ob sich eine Hybrid-Cloud-Integration für das Unternehmen lohnt, sollte der IT-Manager zunächst die Anforderungen für das Einsatzszenario sowie die interne Akzeptanz für Veränderungen kennen. Darüber hinaus muss bestimmt werden, ob die nötigen IT-Kenntnisse und -Ressourcen intern vorhanden sind, um eine Hybrid-Cloud-Implementierung zu planen und durchzuführen.

Selbstdefinierte Migration in Cloud-Storage

Firmen können ihren eigenen Ansatz für eine Hybrid-Cloud-Integration wählen, der REST-basierte APIs nutzt, die auf HTTP-Storage-Protokollen fußen. Damit wird es dem Rechenzentrum und den Cloud-Applikationen ermöglicht, direkt auf Cloud-basiertes Object Storage wie Amazon S3 oder OpenStack Swift zuzugreifen. Um die Datenplatzierung zu optimieren, lassen sich Hybrid-Cloud-Applikationen einrichten, welche die Daten zwischen lokalem und externem Storage migrieren und weniger aktive Primärdaten in die Cloud verschieben.

Dieser Ansatz eignet sich nicht für jedes Unternehmen, da es Applikationen voraussetzt, die für die Cloud konzipiert oder dafür verändert wurden, was wiederum einen gewissen Aufwand seitens des Entwicklungsteams erfordert. Sind die entsprechenden Ressourcen intern vorhanden, so hat das Unternehmen die Flexibilität die hybride Umgebung den eigenen, spezifischen Anforderungen und Einsatzgebieten anzupassen. Laut Angaben der Taneja Group, die mit Endanwendern sprach, besitzen nur wenige Unternehmen die Fähigkeiten und die Ressourcen, diesen „Selbstbau“-Ansatz für die hybride Cloud-Integration umzusetzen.

Cloud-Gateway-Migration

Wahrscheinlich profitieren Unternehmen eher von einem lokalen Gateway, das dafür konzipiert wurde, vor Ort die Performance für die Produktionsanwendungen und eine kostengünstige Option für Kapazitätserweiterungen bereitzustellen. Dieser Ansatz eignet sich für traditionelle Applikationen, bei denen es sich nicht lohnt, eine neue Architektur zu entwickeln. Gateway-Produkte können eine physische oder virtuelle Appliance sein.

Die Gateway-Funktion kann auch in Storage-Systemen selbst integriert sein. Diese Arrays präsentieren sich den Workloads wie traditionelles Storage und stellen einen großen lokalen Cache für die Performance sowie ein Gateway für die Cloud-Kapazität zur Verfügung. Viele Lösungen unterstützen mehrere Public Clouds und bieten in vielen Fällen Multiprotokoll-Support für Object, Block und File.

Cloud-Storage-Gateways eignen sich für verschiedene Einsatzszenarien. Dazu gehören das Backup in Cloud-Object-Storage, Failover und Recovery, Active Archive oder Langzeitarchivierung, File-Sync-and-Share sowie Data Stores für Cloud-basierte Analysen. Sie lassen sich auch als Ersatz für lokales Primär-Storage in einer Außenstelle oder an einem externen Standort nutzen. Hier bieten sie lokales Caching für die Performance und automatisiertes Synchronisieren zurück zur Cloud. Ctera Networks ist ein Beispiel für einen Hersteller, der zahlreiche Angebote für unterschiedliche Einsatzszenarien offeriert.

Checkliste für Cloud-Gateway-Alternativen

Zu den Alternativen für Cloud-Gateways gehören folgende Produkte:

Einige Gateways umfassen intelligentes Cloud-Tiering als integrierte Funktion. Ein Beispiel hierfür ist Microsoft StorSimple, eine Cloud-integrierte Storage-Appliance, in der sich Daten automatisch über Tiers hinweg verschoben und verwaltet werden können. Diese Produkte lassen sich nutzen, um automatisch inaktive Primärdaten in einem Cloud-Tier zu archivieren und um Snapshots in der Cloud zu speichern. Automatische Tiering-Funktionalität eliminiert den Bedarf nach einer externer, sekundärer Storage-Infrastruktur und stellt eine kostengünstige Option bereit, Daten über ihren Lebenszyklus hinweg zu verwalten.

Cloud-Gateways evaluieren

Wägt das Unternehmen die Gateway-Angebote und ihre Funktionalitäten ab, so sollte es die Hersteller nach deren Caching- oder Tiering-Algorithmen fragen, um sicherzustellen, dass die benötigte Performance erreicht und die speziellen Einsatzanforderungen bedient werden. IT-Manager müssen sich nach Produkten umsehen, die die aktuellen Workloads lokal auf SSDs verarbeitet und die weniger aktiven Daten aktiv, aber transparent auf Festplatten und dann letztlich in die Cloud verschiebt. Umfassendere Plattformen bieten Storage-Policys, mit denen sich die Caching- oder Tiering-Algorithmen den Anforderungen besser anpassen lassen.

Dies ist ein sich schnell entwickelnder Markt und Ständig entstehen neue Architekturkonzepte. Es ist sinnvoll, mehr SDS-Angebote zu sichten, wie beispielsweise von Hedvig, Nexenta und Qumulo, um das hybride Storage (lokal und in der Cloud) in der Infrastruktur zu verwalten und kontrollieren. Andere Hersteller passen ihren traditionellen Hybrid-Cloud-Infrastruktur-Stack an. Ein Beispiel dafür ist Velostrata, die es den Anwendern ermöglicht, Compute-Ressourcen in die Cloud zu verschieben und den Primär-Storage lokal vorzuhalten. Das gewährleistet kosteneffiziente Performance für Produktivanwendungen.

Da Public Cloud sich großer Popularität erfreut und es viele innovative Arten gibt, lokale Apps und Infrastruktur zu verbinden, ist die Zeit für Hybrid-Cloud-Storage gekommen. Allerdings sollte man sich Zeit nehmen, die unterschiedlichen Integrationsoptionen zu evaluieren, um dann entscheiden zu können, welcher Ansatz der beste für die eigene Umgebung ist.

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Artikel wurde zuletzt im März 2016 aktualisiert

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