Welches Storage sich für Open-Source-Virtualisierung eignet

Firmen, die Open-Source-Virtualisierung einsetzen, haben zwei Optionen für das Storage-Backend: VM-Files oder physische Systeme.

Unternehmen, die Virtualisierung einsetzen, haben zwei Optionen, das Storage-Backend für die virtuellen Maschinen...

(VM) einzurichten. Sie können zwischen einem VM-File oder einem physischen Gerät für das optimale Storage-Backend wählen. Beide Methoden haben Vor- und Nachteile.

Für Administratoren, die VMware-Umgebungen verwalten, ist die Wahl denkbar einfach: Per Standard ist hier das Virtual Machine File System (VMFS) eingerichtet. IT-Teams, die mit Open-Source-Virtualisierungen und entsprechenden Umgebungen arbeiten, haben diesen VMFS-Support nicht und müssen den Storage aus einer anderen Perspektive heraus betrachten respektive wählen.

Obwohl Open-Source-Hypervisoren VMFS nicht unterstützen, gibt es trotzdem gute Gründe, ein File-System als Storage-Backend einzusetzen. Der wichtigste Vorteil hierbei ist, dass eine VM, die ein File als Storage nutzt, sich einfach migrieren lässt, indem sie einfach an den neuen Speicherstandort kopiert wird.

Umfasst die Virtualisierungs-Infrastruktur mehr als einen Server, so muss der IT-Verantwortliche sicherstellen, dass auf das File simultan von mehreren Nodes aus zugegriffen werden kann. Das gilt insbesondere, wenn Live-Migration zum Einsatz kommen soll. Hier unterstützt Open-Source-Virtualisierung leider kein eindeutiges Format, das hervorsticht.

Es gibt drei Ansätze für File-Systeme in Open-Source-Virtualisierungs-Umgebungen. Das VM-Storage-File lässt sich in einem NFS-Share, einem Global-File-System (GFS2) oder einem Oracle Cluster File System 2 (OCFS2) anlegen. Nutzt man NFS-Server, so müssen diese für Hochverfügbarkeit ausgelegt sein, was die Konfiguration verkompliziert.

GFS2 und OCFS2 ermöglichen es mehreren Nodes, das File-System zur gleichen Zeit abzurufen und File-Locking-Informationen zu teilen. Beide Optionen funktionieren gut, allerdings kann Cluster-Kommunikation zur Herausforderung werden. OCFS2 ist das gebräuchlichste Format für Umgebungen, die nicht Red Hat einsetzen, allerdings benötigt es einen vollständigen Cluster-Stack. Das GFS2 von Red Hat ist einfacher, da es keinen Cluster-Stack benötigt, aber es integriert sich nur gut mit Red Hat, CentOS und Fedora Linux.

Da es kein standardisiertes Shared-File-System gibt, ist ein plattenbasiertes Storage-Backend oft interessanter für diese virtuellen Umgebungen. Dieser Storage basiert meist auf dem Logical Volume Manager (LVM). LVM kann Locking-Informationen zwischen Nodes in einer Open-Source-Umgebung synchronisieren und ist für alle Linux-Distributionen verfügbar. Die Synchronisation wird durch zwei Komponenten gewährleistet: den Distributed Lock Manager und den Cluster LVM Daemon. Diese Komponenten benötigen Zugriff auf ein operierendes Cluster, sind aber auch für alle Linux-Produkte erhältlich.

Ein theoretischer Nachteil Disk-basierter VMs ist der, dass ein LVM-Storage nicht so einfach kopiert wie ein File. Das muss allerdings kein echter Nachteil sein. Linux-Administratoren können das Kommando „dd“ nutzen, um Block-Geräte zu kopieren, was es einfach macht, VMs zwischen Storage-Arrays zu verschieben.

File-basierten VM-Disks auf Linux fehlt ein gemeinsamer Standard; Disk-basierte VMs sind immer noch gebräuchlich bei Open-Source-Virtualisierung. Der Vorteil dieses Ansatzes ist, dass die LVM-Technologie für die Synchronisation der Locking-Informationen für alle Linux-Distributionen verfügbar ist. Das gilt leider nicht für File-basiertes Storage von VM-Disk-Files.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2016 aktualisiert

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