Wie Cloud-Provider Tape-Technologien integrieren

Große Cloud-Service-Provider wie Google oder Amazon integrieren auch Tape-Technologien. Wie erklären, was das für Cloud-Kunden bedeutet.

Wer glaubt, die Rechenzentren der großen Cloud-Service-Provider bestünden nur aus hochleistungsfähigen Flash- und Disk-Storage, der irrt sich. Erst vor kurzem hat es hier große Bewegungen hin zu Tape-Technologien gegeben. 

So präsentierte Amazon Web Services seinen Speicher-Service Glacier (Archiv), der eine starke Tape-Komponente besitzt. Google verwendet nun Tape-Lösungen als Disaster-Recovery-Lösung: Als Google Gmail-Service für drei Tage zum Erliegen kam, war die einzige Möglichkeit einer Wiederherstellung die des Tape-Backups. 

Davor liefen im Google-Rechenzentrum nur Festpatten-Systeme und -Appliances. Mittlerweile setzt der Cloud-Provider spezielle Tape-Libraries ein, die nur für ihn und seine Umgebung hergestellt wurden.

Derzeit gibt es nur drei große Cloud-Service-Anbieter: Google, Amazon und Microsoft. Es ist unklar, wie Microsoft zu Bandtechnologien steht, die beiden anderen Provider nutzen sie.

Darüber hinaus gibt es spezielle Provider wie zum Beispiel Dternity, der Firmen unterstützt, die Daten archivieren. Hier wird alles auf Band gespeichert. Hier könnte man sehen, warum dies wichtig ist. 

Man erinnere sich an die Nirvanix-Pleite, der drittgrößte Cloud-Service-Provider mit etwa 96 TByte gespeicherten Daten in der Cloud. Nivanix gab seinen Kunden zehn Tage, um all ihre Daten zu sich zurückzuholen. Das wiederum ging nur übers Netzwerk. 

Letztlich musste Nirvanix einzelne Festplatten aus seinen Servern entnehmen und den Kunden zusenden, die dann einen Weg finden mussten, ihre Informationen wiederzuerlangen. Anders hätten die Daten nicht zeitgerecht zurückgespeichert werden können.

Mit Tape hat der Anwender und eben auch der Cloud-Provider-Kunde immer einen Ausweg, immer eine Notfall-Strategie. Der Cloud-Provider kann die einzelnen Bänder an den Kunden zurücksenden wie vordem schon Iron Mountain. Der schnellste Weg, um große Datenmengen über eine große Distanz zu transportieren, ist dann eben doch in einem Container im Bauch eines Flugzeugs.

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Artikel wurde zuletzt im März 2015 aktualisiert

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