Wie funktioniert Drei-Wege-Replikation?

Drei-Wege-Replikation kann Replikationen zwischen Zweigstellen und Rechenzentrum vereinfachen, Performance erhöhen und Transaktionszeiten verkürzen.

Bi-direktionale Replikation in einer Microsoft-Umgebung bezieht sich auf eine Replikations-Topologie mit mehreren Mastern, die unter anderem mit einem SQL-Server verwendet wird. Große Unternehmen werden gelegentlich Scale-out-Datenbanken erstellen müssen, so dass sich vervielfachte Datenkopien an mehreren Stellen befinden, um die Performance oder Business Continuity sicherzustellen.

Während dies anscheinend mit traditioneller uni-direktionaler Replikation erreicht werden kann, wird eine solche Architektur wahrscheinlich nicht die Anforderungen eines Unternehmens mit vielen Standorten erfüllen. In einer solchen Situation würde ein Angestellter in einer Zweigstelle zwar die Daten eines lokalen Datenbank-Servers lesen können, aber Schreibvorgänge würden an einen zentralen Datenbank-Server im Hauptbüro zurückgeschickt werden. Dies wird zu Performance-Verlusten und längeren Transaktionszeiten führen.

Eine dreifache Replikationsstruktur auf bi-direktionaler Basis („three-way bidirectional transactional replication“) eliminiert dieses Problem, indem eine Multimaster-Architektur geschaffen wird, mit der Schreibvorgänge direkt auf einer der Datenbank-Kopien durchgeführt werden.

Damit dieser Replikationstypus funktioniert, muss der Server im Hauptbüro als zentrale Anlaufstelle eingerichtet werden: Sämtliche dezentralen Server-Aktivitäten müssen an ihn weitergeleitet werden. Der Datenbank-Server in der Zweigstelle ist wiederum mit der zentralen Stelle verbunden und erhält automatisch alle Änderungen. Wird ein Update eines Datenbankeintrags in der Zweigstelle vorgenommen, wird das Update an den zentralen Datenbank-Server geschickt, der dann die Änderung an die übrigen Datenbank-Server in anderen Zweigstellen sendet.

Obwohl bi-direktionale Replikation im Allgemeinen gut funktioniert, treten gelegentlich Konflikte auf. Zum Beispiel kann es zu einem Konflikt kommen, wenn ein Datenbankeintrag in eine Schlüsseltabelle auf einem Server übernommen wird, aber ein anderer Server bereits über einen Eintrag verfügt, der den gleichen Schlüssel benutzt.

Ein Konflikt kann auch dann auftreten, wenn ein Datenbankeintrag zur selben Zeit auf zwei verschiedenen Servern geändert wird. Dies trifft selbst dann zu, wenn sich die Änderung auf verschiedene Spalten des Eintrags bezieht. Zum Glück kann man diese Konflikte durch bestimmte Software-Prozeduren verhindern. Microsoft bietet hierzu eine Liste empfohlener Aktivitäten an. („How To Implement Bidirectional Transactional Replication“.)

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Artikel wurde zuletzt im April 2015 aktualisiert

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