zentilia - Fotolia

Wie nützlich ist Disaster-Recovery-as-a-Service in einer regionalen Katastrophe?

Bei einer größeren regionalen Katastrophe werden Cloud-basierte Provider schnell an ihre Grenzen stoßen, da viele Kunden simultan DRaaS nutzen wollen.

Gäbe es eines Tages eine weitflächige regionale Katastrophe in einem Land, wären die Provider von Cloud-basiertem Disaster-Recovery-as-a-Service (DRaaS) ziemlich beschäftigt. Ein beträchtlicher Anteil der Provider-Kunden würde höchstwahrscheinlich um die Cloud-basierten Computing-Ressourcen wetteifern. Jedoch könnten die eigenen Fähigkeiten eines DRaaS-Providers ebenfalls von der gleichen Katastrophe in Mitleidenschaft gezogen sein. Wie kann man dennoch garantieren, dass DRaaS-Provider in der Lage sein werden, die Ansprüche ihrer Kunden bei einer umfassenden Katastrophe zu erfüllen?

Selbst wenn eine solche Katastrophe den Provider nicht direkt betreffen sollte, wird man auf Probleme dabei stoßen, Zugang zu den benötigten Ressourcen zu bekommen. Viele Cloud-Provider sind „oversubscribed“ und haben zu viele Kunden im Verhältnis zu ihren Möglichkeiten angenommen: Das bedeutet, sie verfügen nur pro forma über die benötigte Hardware, um alle Workload-Anfragen zu erfüllen, falls die IT aller ihrer Kunden zur gleichen Zeit zusammengebrochen ist.

Während es unmöglich ist, mit 100-prozentiger Sicherheit zu garantieren, dass DRaaS-Provider die Anforderungen ihrer Kunden bei größeren Katastrophen erfüllen, kann man doch ein paar Dinge selbst in die Hand nehmen:

  • Einen Provider mit geographisch verstreuten Rechenzentren wählen. DraaS-Provider sollten in der Lage sein, Workloads in eine Region zu verschieben, die von der Katastrophe nicht berührt worden ist.
  • Auf einem finanziell abgesicherten Service Level Agreement (SLA) bestehen. Ein Provider wird seinen Verpflichtungen wahrscheinlich eher nachkommen, wenn er bei Nichteinhalten des versprochenen Service-Levels Geld verlieren wird.
  • Auf dedizierter Hardware bestehen. Einige Cloud-Provider gestehen Kunden zu, Hardware nur für ihre besonderen Zwecke zur Verfügung zu stellen. Dies wird in erster Linie aus Datenschutzgründen getan, bewährt sich aber auch in Situationen, in denen Disaster Recovery angesagt ist. Leider steht dies wegen der damit verbundenen Extrakosten etwas in Gegensatz zu den ökonomischen Vorteilen der Cloud, aber der Zugang zu dedizierter Hardware verbessert in jedem Fall die Möglichkeiten, während einer weitflächigen regionalen Katastrophe auf eine Cloud-Lösung auszuweichen.

Folgen Sie SearchStorage.de auch auf Twitter, Google+ und Facebook!

Artikel wurde zuletzt im Oktober 2015 aktualisiert

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über Disaster Recovery

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

SearchDataCenter.de

Close