Wie viele virtuelle Maschinen sollten auf eine LUN?

Die Anzahl der virtuellen Maschinen (VM), die Sie auf einer LUN-Konfiguration ablegen können, ist limitiert. Sonst riskiert man schlechte Performance.

Dieser Artikel behandelt

iSCSI-SAN

Mit der besten LUN-Konfiguration (Logical Unit Number) in Ihrer Infrastruktur, können Sie die Performance virtueller...

Maschinen (VM) verbessern. Für die Konfiguration der LUNs sollten Sie die Festplatten-Typen, I/O-Optimierung, Hardware, RAID-Level und andere Kriterien beachten.

Die Anzahl der virtuellen Maschinen, die Sie auf LUNs betreiben können, hängt von der Größe Ihrer Infrastruktur ab. Weiterhin ist entscheidend, ob Ihre Umgebung für Test- und Entwicklungs-Zwecke gedacht ist.

Eine große Anzahl an virtuellen Maschinen in produktiven Umgebungen

In mittelgroßen oder großen Infrastrukturen mit bis zu 100 und 1000 virtuellen Maschinen lassen sich einige Methoden anwenden, um die optimale VM-Performance zu erreichen. In den meisten Fällen reicht eine Konfiguration mit RAID 5, wenn Sie ein SAN mit zwei oder vier Controllern haben. Weiterhin ist ein größerer Festplatten-Cache und zehn Gbit iSCSI oder mindestens vier Gbit Fibre Channel notwendig. Diese Strategie für VM-Storage hat sich als guter Mittelweg zwischen Performance virtueller Maschinen und Kosten für produktive Workloads erwiesen.

Meine eigene Infrastruktur verwendet eine vier Gbit Fibre Channel-Verbindung zu einem HP EVA 8400 SAN, das mit SCSI-Festplatten mit 300 GByte Kapazität und 15K ausgestattet ist. Auf einer ein TByte RAID 5 LUN bringe ich 20 bis 25 virtuelle Maschinen unter. Die virtuellen Maschinen unterscheiden sich in Größe und Ansprüchen bei den I/Os. In der Regel verwendet eine VM einen oder zwei Prozessoren, zwei bis vier GByte RAM und zwischen 25 und 60 GByte an virtuellem Festplatten-Platz.

Mit wachsender Zahl der virtuellen Maschinen, erweitert man in der Regel die LUN-Konfiguration auf viele LUNs in mehreren SANs. Das verbessert die Performance virtueller Maschinen und die Elastizität steigt.

Wenige virtuelle Maschinen oder Test- und Entwicklungs-Umgebungen

Bei kleinen oder Test-Umgebungen mit weniger als 100 virtuellen Maschinen und geringen I/O-Ansprüchen haben System-Administratoren häufig Probleme mit der LUN-Konfiguration. Viele dieser virtuellen Infrastrukturen wachsen oft schneller als vorgesehen. Möglicherweise sind auch die I/O- und Performance-Vorstellungen der Administratoren schlicht unrealistisch.

So gesehen kann jede Storage-Methode für virtuelle Maschinen funktionieren. Wir sprechen hier von lokalem Storage, Direct Attached SCSI oder sogar ein iSCSI-SAN mit SATA-Festplatten. Bei kleineren Infrastrukturen werden Controller-CPUs und Festplatten-Cache häufig weniger ausgelastet. Hier sollten Sie eine RAID-10-Konfiguration in Erwägung ziehen, um der Performance der virtuellen Maschinen etwas unter die Arme zu greifen.

Die ideale Anzahl der virtuellen Maschinen für eine LUN-Konfiguration in kleineren Infrastrukturen variiert sehr. Alles zwischen vier bis 15 virtuelle Maschinen pro LUN ist machbar. Weisen Sie der Infrastruktur allerdings mehr zu als diese verkraftet, kann dies die Festplatten-I/Os belasten.

Weiterhin ist wichtig, dass Sie die Ressourcen in Ihrem Host entsprechend bemessen, um die erwartete Performance für die virtuellen Maschinen aus dem Storage-System zu realisieren. Kaufen Sie sehr viele CPU-Kerne und eine große Menge an Arbeitsspeicher, sind diese Ressourcen sehr wahrscheinlich verschwendet, da die Disk-Performance weit vorher an ihre Grenzen stoßen würde.

Artikel wurde zuletzt im Mai 2011 aktualisiert

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