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Worauf bei der Preisbetrachtung von SSDs geachtet werden sollte

Auch SSDs werden günstiger und Anwender sollten bei der Preisbetrachtung verschiedene Faktoren wie der Preis pro GByte oder IOPS beachten.

Mittlerweile sinken auch die Preise für Solid-State Disks (SSDs). Vor kurzem hielt die Branche noch ein Preispunkt von einem US-Dollar pro Gigabyte als Indiz dafür, dass nun die flächendeckende Akzeptanz von Flash-Speicher in den Unternehmen Realität wird. Die Preise von SSDs hängen von mehreren Faktoren ab, wie beispielsweise dem Hersteller, der Kapazität oder dem NAND-Typ. Die Anschaffungskosten variieren dementsprechend stark und derzeit gibt es SSDs bereits für einen Preis von 35 US-Cents oder weniger pro Gigabyte. Technologien wie Triple-Level Cell (TLC) haben zu dem Preisverfall beigetragen. Bei TLC zum Beispiel werden mehr Daten in eine Zelle geschrieben als bei MLC oder SLC, was die Kapazität dieser Medien erhöht.

Unternehmen, die eine Preis-Leistungs-Analyse für SSDs und HDDs durchführen, schauen sich normalerweise nur zwei Faktoren an: den Preis pro IOPS und den Preis pro Gigabyte.

SSDs sind meist die bessere Wahl für IOPS-intensive Workloads, speziell für Random IOPS. Es gibt einige Highend-Festplatten, die lineare IOPS auf einem SSD-ähnlichen Niveau bedienen können. Allerdings bieten SSDs die bessere Performance für Random IOPS.

Da die SSD-Preise höher sind als die für Festplatten, schätzen einige Unternehmen die Anzahl der benötigten IOPS für ihre Workloads ab und richten dann ein großes Standard-Array mit Festplatten dafür ein. Durch die Verteilung der Daten über eine große Anzahl an Festplatten (striping) können Administratoren SSD-ähnliche IOPS-Level erreichen. Allerdings gibt es einige Nachteile bei dieser Vorgehensweise:

  • Die Kosten für die notwendigen Disk-Controller, da viele Festplatten benötigt werden.
  • Verschwendete Storage-Kapazitäten, denn die Unternehmen, die somit Performance erreichen wollen, brauchen in der Regel nicht die volle Speicherkapazität der für das Striping zusammengefassten HDDs.

Workloads, die große Volumen an Random IOPS erzeugen – wie zum Beispiel Datenbanken, virtuelle Umgebungen oder Videoproduktionen – werden am meisten von SSD-Lösungen und den fallenden SSD-Preisen profitieren. Workloads, bei denen sich die Serveraktivitäten eher im Memory als auf den Disks abbilden lässt, werden kaum einen Vorteil aus der Flash-Technologie ziehen. So eignet sich SSD-Storage beispielsweise nicht für DNS-Server, da diese keine IOPS-intensiven Workloads erzeugen.

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Artikel wurde zuletzt im April 2016 aktualisiert

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