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Was sind die wichtigsten Fortschritte beim Tape-Backup?

Nicht nur beim Offline-Schutz vor Ransomware spielt die Bandsicherung eine große Rolle. Hier die wichtigsten technologischen Verbesserungen beim Tape-Backup.

Es ist bereits einige Jahre her, dass Bandspeicher als Backup-Medium zunehmend aus der Mode kamen. Wegen ihrer Funktionalitäten hinsichtlich kontinuierlicher Datensicherung und schneller Wiederherstellung virtueller Maschinen wurden Disk-basierte Lösungen immer beliebter.

Dennoch ist Tape als Backup-Lösung nie so ganz vom Markt verschwunden und in jüngerer Vergangenheit ist das Interesse an dem Medium wieder gestiegen. In Zeiten von Ransomware und Lösegeldforderungen sind Bandspeicher, die Daten offline speichern können, in manchen Fällen keine so schlechte Lösung. Und die Einbindung von Tape-Lösung in die Datensicherungsstrategie bedeutet keineswegs, dass man auf veraltete Technologie setzt. Die Bandtechnologie hat sich in den letzten Jahren konsequent weiterentwickelt und wichtige Verbesserungen erfahren.

Die offensichtlichste Weiterentwicklung in Sachen Bandspeicher hat bei der Kapazität stattgefunden. Das Ende 2017 eingeführte Format LTO-8 nimmt bis zu 12 TByte unkomprimierte Daten pro Band auf. Künftige Generationen, wie das bereits spezifizierte LTO-12, sollen bis zu 192 TByte Daten nativ speichern können.

Auch in Sachen Sicherheit und Integrität der Datensicherung können Bänder durchaus eine gute Wahl für Unternehmen sein. Mit Bändern können Daten offline gesichert werden, was bei Angriffen durch Erpressungstrojaner ein unschätzbarer Vorteil sein kann. Zudem unterstützten Bänder seit LTO-4 die herstellerunabhängige Verschlüsselung. Und für einige Unternehmen und Branchen auch entscheidend: Seit LTO-3 existiert die Option, Bänder als nur einmal beschreibbare Medien zu behandeln (WORM). Insgesamt lässt sich so sicherstellen, dass Bänder nicht überschrieben werden können oder dass unbefugte Personen die Daten auslesen können.

Die LTO-Roadmap sieht für künftige Generationen noch erhebliche Kapazitätssteigerungen vor.
Abbildung 1: Die LTO-Roadmap sieht für künftige Generationen noch erhebliche Kapazitätssteigerungen vor.

Mit dem LTO-5-Standard wurde die Partitionierung der Bänder eingeführt, beziehungsweise das Linear Tape File System (LTFS). Eine Partition enthält die eigentlichen Daten, die andere die zugehörigen Metadaten und einen Index. Dies bedeutet für die Backup-Anwendungen eine signifikante Leistungssteigerung, wenn es darum geht, bestimmte Dateien innerhalb des Backups zu finden. LTFS ist ein offener Standard.

Seitdem Bänder Partitionen unterstützen, ab LTO-6 werden vier Partitionen unterstützt, verhalten sie sich in einigen Bereichen ähnlich wie traditionelle Disk-Laufwerke. Das macht sich insbesondere bei der Weitergabe, dem Auslesen oder auch einfachen Zugreifen auf Bändern positiv bemerkbar.

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Artikel wurde zuletzt im August 2018 aktualisiert

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