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Welche Methoden zur Data Protection werden sich durchsetzen?

Festplatten bleiben bei Data Protection trotz der Bewegung zur Cloud relevant. Continuous Data Protection und Snapshots werden wichtige Bestandteile Ihrer Backup-Strategie bleiben.

Backup und Archivierung bewegen sich zunehmend in die Cloud. Haben Backups auf Festplatten überhaupt noch eine Zukunft?

Um diese Frage zu beantworten, sollten wir einen Blick auf die Methoden zur Data Protection werfen. Bei Storage setzen sich zunehmend Standardsysteme durch und damit sinken die Anschaffungskosten. Snapshots entwickeln sich weiter und erlauben Continuous Data Protection. Alle Änderungen werden additiv gespeichert. Rollbacks sind bis zu einem Zeitpunkt in der entfernten Vergangenheit möglich.

Sowohl Snapshots als auch Continuous Data Protection sind Methoden zur Data Protection auf Festplatten. Der Unterschied liegt darin, dass Continuous Data Protection typischerweise auf einem unterschiedlichen Medium inkrementelle Änderungen speichert, während Snapshots den primären Storage-Pool verwenden.

Snapshots sind durch Rootkit-Hacks und Fehler der Administratoren verwundbar. Es wird häufig behauptet, dass Snapshots bei einer Remote-Replikation ebenfalls ein unterschiedliches Medium verwenden, aber das Replika wird neben der Primärkopie gespeichert und kann mit dieser gelöscht werden.

Im Hinblick auf Disaster Recovery ist die Remote-Replikation ausreichend, um die Primärkopie gegen Naturkatastrophen zu schützen, aber nicht gegen Rootkit-Hacks.

Ich erwarte eine Verschmelzung der drei Data-Protection-Methoden mit einer Primärkopie auf der Basis von Snapshots gekoppelt mit einer ständig aktualisierten Kopie dieser Snapshots, die geographisch entfernt in der Cloud lagert und unabhängig verschlüsselt und gemountet ist. Die Archivierung geschieht in einem Backup-Framework mit Tiering durch Policies und Deduplikations-Services.

Verschiedene Hersteller betonen, dass es wertvoll ist, ein aktuelles Backup auf einem Cache der Festplatte vorzuhalten. Studien haben gezeigt, dass ein solches Backup mit hoher Wahrscheinlichkeit binnen 48 Stunden abgerufen wird. Dieser Cache kann auf Primär-Storage lagern, während das offizielle Backup sich in einem entfernten Standort befindet.

Aufgrund dieser Entwicklungen ist es nicht mehr nötig, dedizierte Backup-Server und Speicher vorzuhalten. Methoden zur Data Protection auf reiner Softwarebasis in virtuellen Instanzen können die Aufgaben des Backups übernehmen. Dabei gibt es die Option zum Scale-Out, um bei Bedarf die Backup-Fenster oder die Recovery Point Objective (RPO) zu reduzieren. Diese Evolution hat bereits begonnen, aber es wird noch Jahre dauern, bis sie sich vollständig durchsetzt.      

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Artikel wurde zuletzt im März 2018 aktualisiert

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