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Funktionsweise von Protokoll-Endpunkten in vSphere VVOL

Mit VVOL lassen sich Storage-Funktionen auf VM-Ebene zuteilen. Protokoll-Endpunkte sind wichtig für die richtige Allokation.

VMware Virtual Volumes – kurz VVOLs – erlauben es, Storage-Funktionalitäten auf Ebene der virtuellen Maschinen (VM) zuzuteilen. Protokoll-Endpunkte sind hierbei wichtig, um eine vernünftige Allokation zu realisieren.

Um dieses Konzept zu verstehen, benötigt man ein wenig Hintergrundwissen zur Architektur der VMware vSphere VVOLs. Ein Storage-Array mit vSphere VVOLs nutzt einen Storage-Pool, den man als Storage-Container bezeichnet und der die virtuellen Maschinen speichert. 

VMs bestehen aus mindestens drei Objekten, die VVOLs. Jedes VVOL – abhängig vom Storage-Array – kann über individuelle Funktionalitäten verfügen, wie zum Beispiel Performance-Eigenschaften, Verschlüsselung oder jede andere Funktion, die das Array bereitstellt. 

Ein Protokoll-Endpunkt (PE) agiert als Proxy, um die Informationen vom ESXi-Host-Server an das korrekte VVOL zu transferieren. Man kann den PE auch als I/O-Demultiplexer ansehen, der es einem einzelnen Endpunkt ermöglicht, vom vSphere gesehen zu werden, und der die Daten an das richtige VVOL im Storage-Container weitergibt.

In einem kleinen SAN-basierten Storage-System ist der PE eine kleine LUN; in einem NAS-basierten Speichersystem ein Mount Point. Auf dem PE werden keine Daten gespeichert – sie werden nur vom ESXi-Host zum vSphere VVOL im Storage-Container transferiert. 

Jeder Storage-Container muss einen oder mehrere PEs haben, wobei aber ein PE mit nur einem Storage-Container assoziiert sein kann. Trotzdem können Unified Arrays (Systeme, die SAN und NAS unterstützen) mehrere PEs haben, die auf einen Storage-Container verweisen. Darüber hinaus können verschiedene ESXi-Hosts mit dem gleichen Protokoll-Endpunkt verbunden sein.

Das Array ist für die Erstellung und die Präsentation des Protokoll-Endpunktes zuständig. Nachdem ein Endpunkt kreiert wurde, wird er vom vSphere Client erkannt und lässt sich an einen Datenspeicher mit einem spezifischen VVOL-Typ mappen. Der vSphere Web Client sieht einen SAN-basierten PE als T10-basierten LUN World Wide Name (WWN), während ein NAS-basierter PE als DNS-Name oder IP-Adresse und dem Share Name erscheint.

Um die Eigenschaften, Pfade und Data Stores eines Protokoll-Endpunktes zu verwalten oder zu überwachen, kann der Anwender über vSphere Web Client auf Manage > Storage > Protocol Endpoints gehen und den entsprechenden PE auswählen. So ließe sich von hier zum Beispiel die Multipathing-Policy eines Protokollendpunktes hier modifizieren.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2015 aktualisiert

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