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Gartner: Disaster Recovery as a Service (DRaaS) entwickelt sich weiter

Der Markt für Disaster Recovery as a Service (DRaaS) wird sich laut den Marktforschern von Gartner in den nächsten Jahren verdreifachen.

Der Markt für Disaster Recovery as a Service (DRaaS) ist in Bewegung. Mehr als 250 Provider bieten entsprechende Dienstleistungen an. Der Wettbewerb unter ihnen verschärft sich, dafür sorgen schon die Hyperscaler Amazon, Microsoft und Google. Die Marktforscher von Gartner haben im „Magic Quadrant for Disaster Recovery as a Service“ die Entwicklung näher beleuchtet. Sie erwarten, dass sich die Umsätze in diesem Bereich bis 2020 verdreifachen.

Die Anbieter von DRaaS haben in den letzten Jahren ihre Lösungen stärker strukturiert und ausgebaut. Der Markt ist fragmentiert und unübersichtlich geworden mit komplizierten Preismodellen und Konfigurationen. Dafür ist das Dienstleistungsangebot heute weitgehend ausgereift.

Es gibt oft Niedrig-Preis-Modelle für Daten, bei denen eine längere Recovery-Zeit nicht so stark ins Gewicht fällt. Auch gibt es spezifische Angebote zur Wiederherstellung einer einzelnen Anwendung oder Testumgebung.

Auch das Serviceangebot hat sich gewandelt. Zunehmend können Kunden per Selbstbedienung entscheiden, wie sie ihr DRaaS gestalten wollen. Für komplexere Umgebungen übernehmen die Hoster das Management.

Vor allem für kleinere Unternehmen wird DRaaS zunehmend attraktiver, weil die Funktionsbreite wächst und die Preise sinken. Gartner hat zu diesem Thema in diesem Jahr 77 Prozent mehr Anfragen registriert als im Vorjahr und erwartet ein Marktvolumen von 3,4 Milliarden Dollar im Jahr 2019. Besonders Kunden aus dem Finanz- und Medizinsektor zeigen Interesse. Aber auch andere Branchen werden auf das Thema aufmerksam.

Das Anwachsen von Ransomware macht DRaaS für Unternehmen attraktiver. Sie können sich so nicht nur vor Naturkatastrophen, sondern auch vor Hackerangriffen schützen. Wenn die Unternehmensdaten verschlüsselt in der Cloud gesichert sind, können sich Angreifer die Zähne ausbeißen.

Es gibt aber noch einige Verbesserungswünsche, die die Kunden an die Anbieter von DRaaS herantragen. Dazu zählen die oft unklaren Serviceverträge, eine bessere Überwachung der Services, Kosteneffektivität und Flexibilität.

Als Marktführer hat Gartner IBM und Microsoft identifiziert. Die IBM Resiliency Services umfassen DRaaS und Backup as a service (BaaS).  Big Blue beschäftigt 6.000 Experten für Ausfallsicherheit im über 330 Resiliency Centern in 68 Ländern. Die Gartner-Analysten loben das umfassende Angebot von IBM, weisen aber auf die hohen Kosten hin.

Microsoft hat es dieses Jahr neu in den Magic Quadrant geschafft und wurde gleich als Leader eingestuft. Azure Site Recovery (ASR) ist nativ integriert in Azure. ASR ist überall erhältlich, wo es Azure gibt. Es unterstützt Microsoft Hyper-V und seit Januar 2016 auch VMware vSphere. Gartner gefällt das einfache Preismodell, aber das Serviceangebot von Microsoft reicht noch nicht an das der großen Wettbewerber heran. Kunden bemängeln den technischen Support.

Nur als Challenger eingestuft wurde VMware. Das DRaaS Angebot vCloud Air Disaster Recovery ist für Kunden interessant, die vSphere verwenden. Gartner lobt die kurze Mindestvertragszeit von einem Monat und das transparente Preismodell. Bemängelt wird die fehlende Unterstützung von Drittanbietern.

Auch Acronis wurde als Challenger eingestuft. Der Acronis Disaster Recovery Service (früher nScaled) bietet gute Unterstützung für hybride Recovery Situationen. Die Servicequalität wird von den Kunden hoch bewertet. Deutsche Kunden werden aus einem Rechenzentrum in Frankfurt unterstützt. Gartner sieht die Acronis-Lösung als weniger geeignet für große Umgebungen mit mehr als 200 Knoten.   

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2016 aktualisiert

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