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Google Drive File Stream: Daten-Synchronisierung für Teams

Mit Google Drive File Stream bietet Google einen professionellen Synchronisierungsdienst für Profis und Unternehmen. Dabei kann Google Drive als Datenablage genutzt werden.

Der Vorteil von Google Drive File Stream besteht darin, dass auf dem Rechner, auf dem die Funktion genutzt wird, so gut wie kein Speicherplatz benötigt wird. Der Zugriff erfolgt direkt auf die Daten in Google Drive, ohne dass eine vorhergehende Synchronisierung notwendig ist. Dazu wird beispielsweise in Windows Google Drive als Netzlaufwerk eingebunden.

Anwender müssen also nicht lange darauf warten, bis eine Datei lokal synchronisiert wurde. Sinnvoll kann das auch für Unternehmen sein, die Daten in einer Gruppe speichern und so File Sharing beziehungsweise gemeinsamen Dateizugriff realisieren wollen.

Durch den direkten Zugriff fallen Synchronisierungen komplett weg, was Zeit spart und die Arbeit erleichtert. Der Client steht für Windows und macOS X zur Verfügung, so dass Anwender auch zwischen verschiedenen Betriebssystemen Daten austauschen können.

Backup & Sync versus Drive File Stream

Neben der professionellen Variante Drive File Stream bietet Google auch Backup & Sync. Dabei handelt es sich um eine Variante für Privatanwender. Hier ist allerdings kein Echtzeitzugriff auf die Daten möglich und auch kein Zugriff auf einen Teamspeicher. Außerdem kann Backup & Sync auch mit einem privaten Google-Konto verwendet werden, während Drive File Stream ein Unternehmenskonto bei Google voraussetzt.

Anwender können Google Drive File Stream erst dann nutzen, wenn sie ein G Suite-Konto haben und der Administrator die Funktion aktiviert hat.
Abbildung 1: Anwender können Google Drive File Stream erst dann nutzen, wenn sie ein G Suite-Konto haben und der Administrator die Funktion aktiviert hat.

Google Drive File Stream kann auf die Ablage in Google Drive genauso zugreifen wie auf die Teamablage. Außerdem lassen sich auf Wunsch einzelne Dateien in der Ablage synchronisieren, damit diese auch offline zur Verfügung stehen.

Zugriff auf die Daten mit Google Drive File Stream

Google Drive File Stream ermöglicht den direkten Zugriff über den Explorer auf alle Daten, die in Google Drive gespeichert sind. Einzelne Daten können auf Wunsch synchronisiert werden. In macOS X ist das Google Drive-Laufwerke über Geräte zu finden.

Anwender mit Windows 7, Windows 8/8.1 und Windows 10 können ebenfalls direkt auf die Dateien zugreifen. Hier wird das Laufwerk auch im Schnellzugriff angezeigt.

Voraussetzungen für Google Drive File Stream beachten

Google Drive File Stream kann nur auf Arbeitsstationen genutzt werden, Windows-Server-Systeme lassen sich mit der Lösung nicht synchronisieren. Außerdem wird ein 64-Bit-Betriebssystem benötigt. Mac-Anwender benötigen mindestens macOS X 10.11. Wer auf High Sierra setzt, muss in den Systemeinstellungen bei Sicherheit zunächst das Laden des Tools erlauben.

Google Drive File Stream nutzen

Um Google Drive File Stream zu nutzen, muss ein Administrator zunächst in der Google-Admin-Konsole die Funktion aktivieren und konfigurieren. Die Vorgehensweise dazu wird in der Google-G-Suite-Hilfe gezeigt. Anwender, welche die Lösung nutzen wollen, müssen sich den Client für Google Drive File Stream installieren.

Wer das Tool als Administrator im Netzwerk verteilen will, kann die Installation auch im Silent-Modus starten. In diesem Fall erhalten Anwender keine Rückmeldung und die Installation erfolgt automatisch. In diesem Fall wird die Installation mit dem Befehl GoogleDriveFSSetup --silent gestartet.

Sobald das Tool gestartet ist, können sich Anwender an Google Drive anmelden und über den Explorer oder Finder auf die Dateien zugreifen. Über das Kontextmenü können einzelne Dateien und Ordner auch mit dem lokalen Rechner synchronisiert werden. Anwender können in den Einstellungen des Clients auch jederzeit das Konto wechseln.

Nach der Anmeldung an Google Drive File Stream können Anwender die Lösung sofort nutzen.
Abbildung 2: Nach der Anmeldung an Google Drive File Stream können Anwender die Lösung sofort nutzen.

Client anpassen

Der Client kann auf Windows-Rechnern über Registry-Keys angepasst werden. Hier kann zum Beispiel festgelegt werden, wieviel Bandbreite dem Client zur Verfügung steht, und wie Google Drive als Netzlaufwerk im Windows-Explorer eingebunden wird. Auch die Authentifizierung kann hier gesteuert werden. Die einzelnen Schlüssel, Werte und deren Möglichkeiten zeigt Google in der Hilfe zu Google Drive File Stream.

Firewall- und Proxy-Einstellungen für Google Drive

Da Google Drive File Stream vor allem in Unternehmen eingesetzt wird, sollten sich Administratoren mit den Firewall-Ports auseinandersetzen. Damit der Zugriff funktioniert, müssen verschiedene Ports und Webseiten freigeschaltet werden. Diese werden in der G-Suite-Administrator-Hilfe genauer beschrieben

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2018 aktualisiert

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