Windows Server 2016: Deduplizierung einrichten und nutzen

Windows Server 2016 kann mit Bordmitteln mehrfach gespeicherte Dateien finden und löschen. Die Einrichtung und Verwaltung der Funktion erfolgt über den Server-Manager.

Bei der Datendeduplizierung in Windows Server 2016 handelt es sich um eine Funktion, die doppelte beziehungsweise mehrfach gespeicherte Dateien auf den Datenträgern findet. Die Funktion wird als Rollendienst installiert. Mit diesem Rollendienst erkennen Server die entsprechenden Dateien in den Freigaben und können diese bereinigen.

Auf diese Weise lässt sich die Datenmenge auf den Festplatten und Sicherungsmedien sowie die Dauer der Datensicherung deutlich reduzieren. Die Funktion Datendeduplizierung überprüft die Festplatten automatisch. Das Deduplizierungsverhältnis wird im Server-Manager angezeigt.

Datendeduplizierung installieren

Um die Datendeduplizierung zu nutzen, muss der Rollendienst Datendeduplizierung über Datei- und Speicherdienste/Datei- und iSCSI-Dienste installiert werden. Bestandteil der Datendeduplizierung ist auch ein Befehlszeilen-Tool, mit dem Server auf mehrfach gespeicherte Dateien untersucht werden können. Das Tool „ddpeval“ befindet sich im Ordner \Windows\System32.

„ddpeval“ unterstützt lokale Laufwerke und Netzwerkfreigaben. Die Syntax des Tools lautet ddpeval <Volume:>. Beispiele für die Ausführung sind ddpeval e:\ oder ddpeval \\nas\daten. Erst wenn das Tool mehrfach gespeicherte Daten findet, ist es sinnvoll, die Datendeduplizierung auf dem entsprechenden Server zu verwenden. Das Tool selbst bereinigt keine Dateien. Es zeigt lediglich an, ob die Datendeduplizierung auf einem Server oder Datenträger sinnvoll ist. Das Tool kann nur für Laufwerke verwendet werden, für welche die Datendeduplizierung noch nicht aktiviert wurde. Für System- oder Start-Volumes kann das Tool nicht zum Einsatz kommen.

Wenn das Tool aufzeigt, dass eine Datendeduplizierung sinnvoll ist, können Administratoren die Datendeduplizierung auf dem entsprechenden Server für den jeweiligen Datenträger aktivieren. Zur Aktivierung kann entweder der Server-Manager verwendet werden, um die Datendeduplizierung als Rollendienst zu installieren, oder Administratoren verwenden die PowerShell zur Installation:

Install-WindowsFeature -Name FS-Data-Deduplication

Aktiviert wird die Funktion mit dem Cmdlet Enable-DedupVolume <Laufwerk>. Auch die Konfiguration der Datendeduplizierung kann in der PowerShell erfolgen:

Set-DedupVolume <Laufwerk> MinimumFileAgeDays <Alter>

Datendeduplizierung verwalten

Die Verwaltung der Datendeduplizierung wird im Server-Manager auf einem Server vorgenommen. Die Einstellungen dazu sind unter Datei-/Speicherdienste zu finden. Um die Datendeduplizierung zu aktivieren, wird mit der rechten Maustaste auf das Volume geklickt, für das die Funktion aktiviert werden soll. Nach der Auswahl von Datendeduplizierung konfigurieren wird die Funktion über einen Assistenten eingerichtet. Auf den Systemdatenträger kann die Datendeduplizierung nicht angewendet werden.

Die Datendeduplizierung ist auch für Speicher-Pools und virtuellen Festplatten sinnvoll. Sobald der Rollendienst installiert wurde, erscheint beim Anlegen neuer Volumes ein Fenster, über das die Funktion für das entsprechende Volume aktiviert werden kann.

Datendeduplizierung im Server-Manager

Um die Datendeduplizierung zu verwenden, wird also zunächst der Rollendienst installiert. Ohne diesen Dienst ist die Datendeduplizierung kein Bestandteil von Windows Server 2016. Anschließend wird mit ddpeval überprüft, ob sich die Aktivierung für die verschiedenen Laufwerke lohnt. Während der Einrichtung lässt sich beispielsweise das Alter bestimmen, ab dem der Dienst Dateien als dupliziert speichern soll. Im Fenster lassen sich Dateierweiterungen von der Suche ausschließen. Zusätzlich kann man die Optimierung des Servers über Zeitpläne steuern.

Eine sofortige Durchführung der Deduplizierung kann in der PowerShell mit dem folgenden Befehl gestartet werden:

Start-DedupJob -Volume <Laufwerkbuchstabe> -Type Optimization

Soll auf eine Rückgabe der Suche gewartet werden, ist der folgende Befehl sinnvoll:

Start-DedupJob <Laufwerkbuchstabe> -Type Optimization –Wait

Der aktuelle Zustand des Auftrags wird mit Get-DedupJob angezeigt. Der aktuelle Zustand der Duplizierung von Daten lässt sich Get-DedupStatus abfragen. Mehr Informationen werden mit Get-DedupStatus |fl anzeigt. Weitere Informationen erhalten Administratoren mit Get-DedupVolume.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2018 aktualisiert

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