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Checkliste für eine neue Backup- und Recovery-Strategie

Für heutige IT-Anforderungen mit zunehmend verteilteren Workloads eignen sich die traditionellen Ansätze für Backup und Recovery immer weniger, meint Klaus Seidl von Cohesity.

Da Workloads immer verteilter werden und sich organisatorische Erfordernisse im Rechenzentrum ändern, wächst in vielen Unternehmen die Erkenntnis: traditionelle Ansätze für Backup und Recovery sind immer weniger geeignet, aktuellen IT-Anforderungen zu genügen. Die Unternehmen merken, dass ihre vorhandenen Tools nicht mit anderen Innovationen in ihren IT-Umgebungen Schritt halten, wie beispielsweise Scale-Out-Speichersysteme sowie hyperkonvergente Systeme, die die Komplexität im Data Center verringern und die steigenden Speicherkosten senken sollen.

Unternehmen, die ihre bestehenden Backup- und Recovery-Funktionen erweitern möchten, sind bei weitem nicht allein. Gartner prognostiziert: „Im Jahr 2021 werden 50 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Backup-Anwendung durch eine andere Lösung ergänzen oder ersetzen, verglichen mit dem, was sie Anfang 2017 implementiert haben.“

Wie bei so vielen Technologien ist die Community im Bereich Datensicherheit voll von sich widersprechenden Ansichten. Dabei zielen einige der Informationen in der Community darauf ab, Angst, Unsicherheit und Zweifel bei den Käufern zu erzeugen. Deshalb sollten bei der Auswahl einer modernen, webbasierten Backup- und Recovery-Lösung für Unternehmen zuerst die Probleme analysiert und daraufhin die Lösungen zu diesen Problemen gesucht und verglichen werden.

Die Herausforderung verstehen

Bevor Sie mit dem Auswahlprozess beginnen, müssen Sie mögliche Schwachstellen in Ihrer bestehenden Backup- und Recovery-Umgebung erkennen. In der folgenden Checkliste werden die häufigsten Probleme bei der Datensicherung und -wiederherstellung für die IT beschrieben und welche Lösungen sich dafür anbieten.

  1. Silo-Infrastruktur: Erfordert die aktuelle Lösung die Nutzung von Backupsoftware in Kombination mit separaten Servern und dedizierten Speicherzielen?
  2. Mehrere unterschiedliche Benutzeroberflächen zum Konfigurieren von Backup-Workflows: Erfordert die aktuelle Lösung die Verwendung mehrerer Benutzeroberflächen zum Erstellen von Backup-Abläufen? Setzen Sie beispielsweise für die Sicherung eines physikalischen Servers, eines virtuellen Server und eines SQL Servers verschiedene Softwareprodukte und Konsolen ein?
  3. Proprietäre Cloud Gateways: Wenn das aktuelle Backup-System Unterstützung für die Public Cloud bietet, sind weitere proprietäre Cloud Gateways erforderlich, die als Mittler zwischen lokalen und öffentlichen Cloud-basierten Backup- und Recovery-Umgebungen fungieren?
  4. Komplexe Scale-Up-Upgrades: Wenn die Backup- und Recovery-Umgebung erweitert werden soll, müssen Ausfallzeiten für die Backup- und Recovery-Umgebung eingeplant werden, um weitere Knoten hinzuzufügen?
  5. Langsame Restores und dann nur von der letzten Sicherung: Verzögert die bestehende Lösung leistungsbedingt die Wiederherstellungszeit, was zu RTO-Fehlern (Recovery Time Objective) führen kann? Oder erlaubt sie nur die Wiederherstellung der letzten, durchgeführten Sicherung?
  6. Variable und/oder Fixed-Block-Deduplizierung mit Komprimierung: Verfügt die aktuelle Lösung über Funktionen zur Datenreduzierung? Und gibt es nur kleine Deduplizierungs-Bereiche beziehungsweise nur Deduplizierungs-Funktionen für Fixed-Blocks?

Wenn auch nur eines der oben genannten Probleme auf Sie zutrifft, sollten Sie eine Investition in neue Sicherungs- und Wiederherstellungssoftware ins Auge fassen. Es gibt heute Alternativen auf dem Markt, die an Backup und Recovery auf Basis innovativer Web-Scale-Technologien herangehen, und so all diese Probleme auf elegante, einfache und kostengünstige Weise beheben.

Klaus Seidl, Cohesity

„Ein modernes Backup- und Recovery-Produkt bietet Funktionen, die mit Legacy-Ansätzen entweder unmöglich oder zu teuer sind.“

Klaus Seidl, Cohesity

Unternehmen sollten Backup und Recovery nicht länger als isolierte Anwendungen betrachten, sondern vielmehr als vollwertigen Bestandteil ihrer unternehmenskritischen Anwendungen, die sogar selbstheilend sein kann. Man muss sich nicht mehr vor einem Ransomware-Angriff fürchten, weil eine neue Lösung Sie verteidigt. IT-Mitarbeiter brauchen sich keine Sorgen mehr machen, dass ihre installierten Lösungen schon wieder durch andere Lösungen ersetzt werden müssen. Denn moderne Lösungen skalieren problemlos, wodurch Erweiterungen, Upgrades und der Austausch von Knoten zum Kinderspiel werden.

Doch das ist nur der Anfang. Ein modernes Backup- und Recovery-Produkt bietet Funktionen, die mit Legacy-Ansätzen entweder unmöglich oder zu teuer sind. Zu diesen Funktionen gehören native Cloud-Integration, eine sofortige Massenwiederherstellung von VMs und eine umfassende API für erweiterte Workflows. Und dies alles in einer einzigen Schnittstelle – einfach und intuitiv –, die das durchgängiges Management der Backup- und Recovery-Dienste eines Unternehmens erlaubt.

Über den Autor:
Klaus Seidl ist Vice President of Sales EMEA bei Cohesity, einem Anbieter hyperkonvergenter Sekundärspeicher. In dieser Position ist er für den Ausbau der Unternehmensaktivitäten in EMEA verantwortlich. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem DACH-Markt. Klaus Seidl war bereits in einer Vielzahl bekannter IT-Unternehmen für das Wachstum in Europa zuständig, beispielsweise Riverbed Technology, NetApp und zuletzt SimpliVity, wo er es schaffte, die Umsätze in EMEA auf das Niveau der USA zu bringen.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2018 aktualisiert

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