Red Hat Inktank Ceph Enterprise 1.2 mit neuen Funktionen

Red Hat Inktank Ceph Enterprise 1.2 wurde weiter für Objekt- und Block-Storage optimiert. Calamari 1.2 erleichtert die Administration des Clusters.

Das Open-Source-Unternehmen Red Hat hat eine neue Version von Inktank Ceph Enterprise veröffentlicht. Inktank Ceph Enterprise 1.2 bringt zusätzliche Funktionen, mit denen Kunden das gesamte Spektrum an Daten verwalten und speichern können sollen, so der Hersteller. In diesem Zusammenhang geht es um unternehmensentscheidende oder auch „heiße“ Daten und Archiv-Daten, die man auch als „kalt“ bezeichnet. Neben neuen Funktionen wurden auch Verbesserungen bei der Management- und Monitoring-Plattform Calamari vorgenommen. Red Hat bezeichnet Inktank Ceph Enterprise 1.2 als flexible und kostengünstige Storage-Lösung.

 Inktank Ceph Enterprise Erasure Coding
Erasure Coding soll bei vergleichbarer Sicherheit weniger Speicher benötigen.

Inktank wurde im Mai 2014 von Red Hat akquiriert. Die Firma war bis dahin Hersteller der Open-Source-Lösungen Ceph und Inktank Ceph Enterprise. Das Produkt ist für Unternehmen sowohl als Objekt- als auch Block-Storage einsetzbar, um damit private oder Public Clouds zu realisieren. Dazu gehören auch viele Firmen, die frühzeitig mit dem Einsatz von OpenStack angefangen haben. Kombiniert man Inktank Ceph Enterprise mit Red Hats existierendem GlusterFS-basierten Datei-Storage, lassen sich damit Objekt-, Block- und Dateisystem-Storage betreiben.

Inktank Ceph Enterprise Cache-Tiering
Cache-Tiering sorgt dafür, dass die Daten entsprechend ihrer Wichtigkeit auf schnellem oder günstigem Speicher übertragen werden.

Mit Red Hat Inktank Ceph Enterprise 1.2 können Anwender nun Pools für das Speichern von Daten erstellen und diese Kosten-effizient ablegen, so Red Hat. Ebenso sei das Anlegen von Caching-Pools möglich, die mit der höchsten Performance arbeiten könnten. Die Storage-Pools mit Erasure Coding sollen für Firmen die geforderte Beständigkeit liefern und gleichzeitig die Kapazitäts-Ansprüche um bis zu 50 Prozent verringern. Die neuen Cache-Tiering-Pools lassen das Management von sowohl heiß-zu-kalt als auch kalt-zu-heiß für die Daten zu.

Inktank Ceph Enterprise Preise
Preisbeispiele für "Jumpstart"- und Produktionsumgebungen.

Red Hat Inktank Ceph Enterprise 1.2 unterstützt Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 6 und 7 sowie Ubuntu 12.04 und 14.04. Als Highlights stellt Red Hat folgende Faktoren heraus:

  • Erasure Coding: Damit ist Red Hat Inktank Ceph Enterprise 1.2 für Archive und das Speichern von kalten Daten ausgerüstet. Im Endeffekt reduzieren sich die Kosten pro GByte. Ross Turk, Director Product Marketing Storage und Big Data, bei Red Hat, beschreibt gegenüber SearchStorage.de den Vorteil dieser Methode: Während die bei Object-Storage sonst bis zu dreimal auf verschiedenen Konten gespeichert werden, reduziert sich der Overhead je nach verwendetem Erasure Coding etwa auf die Hälfte.
  • Cache-Tiering: Mit dieser Funktion lassen sich „heiße“ Daten auf schnelle Medien übertragen, sobald diese aktiv werden. „Kalte“ Daten verschiebt das System auf die weniger schnellen aber günstigeren Datenträger. Laut Ross Turk kann dazu jeder Speicher genutzt werden, der sich unter Linux ansprechen lässt.
  • Calamari v1.2: Das Update für die Ceph-Management-Plattform bringt neue Funktionen. Administratoren können Kernfunktionalitäten im RADOS-Storage-Cluster (Reliable Autonomic Distributed Object Storage) verwalten. Ebenso lassen sich damit individuelle Storage-Geräte und Pool-Policies managen. Calamari ist eine Administrations-Applikation, die man lokal betreibt. Damit wird die Administration des Ceph-Clusters vereinfacht. Calamari wurde von Inktank im Sommer 2013 als proprietäre Software gestartet, ist seit Ende Mai 2014 infolge der Red-Hat-Übernahme aber ebenfalls Open Source. Inktank hat mit Calamari noch viel vor, beispielsweise könnte es zur Analytics-Plattform ausgebaut werden, so Ross Turk.

IDC hatte im Report „Worldwide Cold Storage Ecosystem Taxonomy“ vom März 2014 beschrieben, dass Unternehmen mittlerweile die Wichtigkeit begreifen, Daten nach Zugriffsfrequenz und Relevanz zu kategorisieren. Anders gesagt teilt man die Daten in die Temperaturen „heiß“ und „kalt“ ein, womit sie priorisiert und die entsprechende Performance zuwiesen werden kann. Red Hat Inktank Ceph Enterprise 1.2 besitzt Tiering-Funktionalitäten, um die Daten entsprechend verwalten zu können. Damit lassen sich Daten in „unternehmenswichtig“ und „Archiv“ einteilen. Das wirkt sich wiederum positiv auf die Storage-Kosten aus, weil der Archivspeicher in der Regel zwar langsamer (sein kann), dafür auch kostengünstiger ist.

 

Erfahren Sie mehr über Tiered-Storage

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