HGST bringt Heliumgefüllte Festplatte mit SMR-Verfahren auf den Markt

HGST bringt nun seine lang angekündigte Helium-gefüllte 10-TByte-Festplatte auf den Markt, die Daten mit Shingled Magnetic Recording aufzeichnet.

Mit Ultrastar Archive Ha10 bringt HGST seine lang angekündigte Helium-gefüllte Festplatte auf den markt, die zehn TByte an Daten im Shingled-Magnetic-Recording-Verfahren aufzeichnet. Damit will der Hersteller nicht nur die SMR-Technologie weiter vorantreiben, sondern seine Bemühungen auf dem Markt des Active Archive weiter ausbauen. „Die Ultrastar Archive Ha10 ist für uns der Startschuss, die SMR-Technologie voranzutreiben“, sagt Manfred Berger, Senior Manager Cloud & Mobility EMEA bei HGST. „Gerade im Archivbereich, wo sequentielles Schreiben wichtig ist und zuverlässige sein muss, wird diese Aufzeichnungstechnik mehr an Bedeutung gewinnen.“

Helium, SMR, 10 TByte: konzipiert für aktive Archive

Die neue Festplatte ist bereits die zweite, die Helium-gefüllt ist und dadurch die hohe Speicherkapazität von zehn  TByte erreicht. Das medium arbeitet mit 7.200 Umdrehungen in der Minute. Das Gas im Gehäuse sorgt für geringere Vibrationen, weniger Motorenträgheit und lässt dünnere Platten zu. Statt wie bei herkömmlichen HDDs enthält die Ha10 sieben und nicht nur fünf Platten.

Neu ist der Einsatz des Shingled Magnetic Recordings, das ebenso eine höhere Speicherdichte zulässt. Dabei werden die Daten nicht in einzelnen, separaten Tracks geschrieben, sondern auf sich überlappende Tracks. Lediglich am Anfang jeder bahn gibt es eine leichte Versetzung. Dieses Schreibverfahren wurde für sicheres sequentielles Schreiben optimiert. Darüber hinaus lässt sich eine klare Voraussage über die zu erwartende Performance machen.

„HGST hat bei dieser wie bei allen anderen Festplatten wert darauf gelegt, die qualitativen Ansprüche der Enterprise-Klasse zu erfüllen“, betont Berger. „Dazu gehört Zuverlässigkeit, gute Performance und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.“ So wird beispielsweise die Datenintegrität dadurch gegeben, dass jede Spur nachdem Schreiben noch einmal gelesen und als fehlerfrei verifiziert wird, bevor der Schreibvorgang fortgesetzt wird. Beim Wechsel von einer Spur auf eine andere können zwar Pausen entstehen, trotzdem liegt die IOPS-Performance der Platte nur leicht unter der des Modellbruders He8.

Auch der preis liegt nur gering über dem der Ultrastar He8. „Das liegt daran, dass der Cache-Puffer verdoppelt wurde, das Helium zum Einsatz kommt und mehr Tests erforderlich waren“, sagt Manfred Berger. „Im Großen und Ganzen schlägt das aber nicht wirklich zu Buche, sodass wir glauben, die Festplatte zu einem Preis anzubieten, der beim Preis-Leistungsvergleich mit Tapes mithalten kann.“

Als Lebensdauer gibt der Hersteller eine Durchschnitts-MTBF von 2 Millionen Arbeitsstunden sowie 600.000 Load/Unload-Zyklen an und gewährt eine Fünf-Jahres-Garantie. Als Schnittstellen stehen 6-Gbit/s-SAS und -SATA zur Verfügung, was laut Berger für den sequentiellen Schreibprozess völlig ausreicht. Beim sequentiellen Schreiben erreicht das Medium bis zu 68 MB/s, beim Lesen 157 MB/s. Den mittleren performance-Wert gibt HGST mit 66 IOPS an.

Da Unternehmen einige Änderungen vornehmen müssen, um mit SMR umgehen zu können – Block-Layer und Treiber der Applikationen zum Beispiel – sieht Berger zunächst Tier-1-Kunden damit arbeiten. Flächendeckend wird diese Technologie voraussichtlich erst 2017 richtig Fuß fassen, nicht zuletzt, da auch das PMR-Verfahren weiterhin zum Einsatz kommen wird.

Active Archive: Kalt ist nicht gleich kalt

„Diese HDD wurde speziell für Active Archives konzipiert“, betont Berger. „Wir haben in Studien festgestellt dass kalte Daten oftmals doch nicht so kalt sind, wie vermutet. Vielmehr werden viele archivierte Daten noch genutzt, sei es weil sie bestimmten Wert fürs Geschäft haben, von vielen Anwendern in verschiedenen Zeitfenstern genutzt werden oder zu Analysezwecken bereit stehen müssen.“

Die Daten seien im ganzen wertvoller geworden und werden deswegen auch länger genutzt, so Berger. Wirklich kalte Daten sieht der IT-Manager in den Daten, die letztlich wirklich nur für einen Restore benutzt werden sollen.

HGST arbeitet seit längerem zielstrebig am Ausbau seiner Active-Archive-Strategie. So waren die Übernahmen von Amplidata und Skyera hierfür wichtige Unternehmungen. Weitere eigene Lösungen hierzu sind auch in Kürze noch zu erwarten. Die Ultrastar Ha10 ist nur ein zusätzlicher Schritt, der diese Strategie bekräftigen und Technologien wie SMR in den Markt bringen soll.

 

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