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DR-Pläne sind verbreitet, aber Tests für Disaster Recovery bleiben selten

Viele Unternehmen handeln inkonsequent, wenn es sich um Disaster Recovery handelt: Es gibt Pläne, aber häufig mangelt es an Tests und der Umsetzung.

Sich auf Katastrophenfälle vorzubereiten, die eventuell das Rechenzentrum lahmlegen, ist immer eine schwierige und lästige Aufgabe gewesen – und letztlich so komplex, dass einige Unternehmen einfach ihre Disaster-Recovery-Pläne zurückfahren und darauf hoffen, solche störenden Ereignisse werden gar nicht erst auftreten.

Wenn man über gar keine DR-Pläne – zumindest für kritische Applikationen – verfügt, fordert man natürlich das Schicksal heraus. Wie die jüngsten Umfrageergebnisse zeigen, verlässt sich jenes Drittel der Unternehmen, die keine DR-Pläne besitzen, ausschließlich auf sein Glück.

Unter den zwei Dritteln der befragten Unternehmen, die über DR-Planungen verfügen, bezeichnen 41 Prozent ihr Vertrauen in diese Pläne als „hoch“ für den Fall, dass sie diese tatsächlich in einem Katastrophenfall umsetzen müssen. Etwa die Hälfte (49 Prozent) geben an, dass sie ihren Planungen nur teilweise vertrauen – wobei sie wahrscheinlich noch stille Gebete zum Himmel schicken. Acht Prozent sagen, dass ihr Vertrauen „niedrig“ anzusetzen ist, und die verbleibenden zwei Prozent der IT-Verantwortlichen („kein Vertrauen“) arbeiten vermutlich an ihren Lebensläufen und denken an einen Jobwechsel.

Eine Menge Unternehmen – 60 Prozent – stutzen ihre Disaster-Recovery-Pläne etwas zusammen, indem sie nur geschäftskritische Anwendungen für ein Recovery vorsehen. Das ist dann ein guter Ansatz, wenn man keine Ressourcen für eine rechtzeitige Wiederherstellung aller Anwendungen hat – man konzentriert sich nur auf die Schlüssel-Applikationen, auf denen die Existenz des Unternehmens beruht.

Aber unabhängig davon, wie dünn der eigene DR-Plan ist, muss er immer noch von Zeit zu Zeit getestet werden: Nur so kann sichergestellt werden, dass er auch wie vorgesehen funktioniert. 57 Prozent der befragten Unternehmen führen solche DR-Tests mindestens einmal im Jahr durch, während 28 Prozent keinen festen Plan dafür haben und 4 Prozent niemals testen – und damit die Existenz ihres Unternehmens aufs Spiel setzen.

Für Unternehmen, die Investitionen für ihre DR-Infrastruktur vorbereiten, stehen Systeme und Services für Disk-Backup, Cloud-Backup und Remote Replication ganz oben auf der Einkaufsliste. Interessanterweise haben 34 Prozent von ihnen jüngst einige Tape-Kapazitäten zu ihrem DR-Arsenal hinzugefügt oder planen das zumindest. Das kann man durchaus als Hinweis dafür interpretieren, dass Tape keineswegs tot ist. Unternehmen, die sich gegenwärtig mit DR-Projekten befassen, wollen ihre entsprechenden Pläne ausbauen: 68 Prozent beabsichtigen, die Recovery-Zeiten zu verbessern, während 66 Prozent lediglich ganz allgemein an effizientere Pläne denken.

Aber eine Sache hat sich nicht viel geändert, wenn es konkret um die Anschaffung von Komponenten oder den Abschluss von Service-Verträgen für Disaster Recovery geht: 72 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass die Preise dafür noch immer der ausschlaggebende Faktor sind. Und das bedeutet schlicht, dass in vielen Fällen gar nichts gekauft wird oder es nicht zu Service-Verträgen kommt.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2015 aktualisiert

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