Dieser Artikel ist Teil unseres Guides: So optimieren Sie hybride IT-Infrastrukturen

Der Markt für hyperkonvergente Infrastrukturen ist in einer Übergangsphase

Im Bereich Hyperkonvergenz haben sich einige Marktführer etabliert, aber der Markt verändert sich rasch und damit die Position der Anbieter.

Hyperkonvergenz ist derzeit eines der größten Hype-Themen in der IT-Branche. Hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI) verändern aber auch tatsächlich den Markt für Rechenzentren und Storage. Sie sind einfach zu beschaffen, zu installieren und zu verwalten. Der größte Mehrwert liegt darin, dass keine komplexe Integration nötig ist.

Anwender brauchen Server, Storage und Netzwerk nicht von verschiedenen Anbietern zu kaufen. HCI gibt es in einer einzigen Appliance. Die Software schafft ein einheitliches virtuelles Storage Area Network (SAN), in dem Storage in einem einzigen Pool zusammengefasst wird.

Unter der Haube nutzen HCI-Appliances Standard x86-Server als Basis. Einige Anbieter bieten dafür proprietäre Funktionen, wie etwa Laufwerksignaturen oder Management-Schnittstellen, aber sie nutzen die von Intel vorgegebenen Referenzentwürfe wie alle anderen. Tatsächlich sind die meisten von der Hardware her Standard x86-Server mit zwei Höheneinheiten und zwölf bis 24 Laufwerksschächten.

Der Mehrwert liegt in der virtuellen SAN-Software. Diese bindet alle angeschlossenen Laufwerke in den Storage Pool ein und die gesamte Infrastruktur läuft unter einem Hypervisor. Die Verwaltung der Infrastruktur wird automatisiert.

Übersicht über die HCI-Anbieter

Es haben sich bereits einige Hersteller im HCI-Markt etabliert. An der Spitze stehen Nutanix und Simplivity. Beide haben Allianzen mit Dell EMC, Hewlett Packard Enterprise (HPE), Lenovo und Cisco geschlossen. Vor wenigen Tagen verlautete als Gerücht, HPE wolle Simplivity für 3,9 Milliarden Dollar kaufen.

Eigene HCI-Produkte haben auch Dell EMC, VMware, Nimboxx, Pivot3, DataCore, Scale Computing, Gridstore, Atlantis und andere. 

Die HCI-Produkte der Anfangsgeneration waren strikt kontrolliert und waren typischerweise nur in einer einzigen Konfiguration bei einem Hersteller erhältlich. Das vereinfachte das Marketing und sorgte für die Aura, dass HCI alle komplexen Probleme durch Vorintegration lösen könne, was nicht ganz der Realität entspricht.

Nutanix und Simplivity verkauften anfänglich ihre Produkte über das Original Equipment Manufacturer (OEM)  Modell an Dell und HPE. Der Markt verändert sich aber rapide, und weil jeder x86-Server als Basis dienen kann, müssen auch Nutanix und Simplivity andere Hersteller von Hardware beliefern und über die Distribution verkaufen. Die andern Anbieter von Software machen dies ohnehin schon und beliefern sogar White-Box-Hersteller.

Es hat sich herausgestellt, dass speziell ausgewählte Hardware zu hohen Preisen für HCI überflüssig ist. Dies sorgt für Preisdruck bei der Hardware. Wenn demnächst ein virtuelles SAN als Open Source verfügbar ist, wird es eine ähnliche Entwicklung bei der Software geben.

Bei all dem spielt Technologie eine Rolle. Server entwickeln sich zu kompakten Modellen mit persistentem Speicher und einem dynamischen RAM Bus als Primärstorageschicht. Das impliziert, dass die Laufwerke außerhalb der Server-Farm in Kästen abgelegt werden, die speziell für Archivzwecke ausgelegt sind und SSDs mit mehreren hundert TBs Kapazität bei niedrigem Energieverbrauch enthalten.

HCI befindet sich im Übergang zu einer neuen Generation der IT. In einigen Jahren werden Rechenzentren nach dem Konzept des softwaredefinierten Data Center (SDDC) betrieben werden. Schnittstellen nach Industriestandard werden Data Services verbinden, die in Containern laufen. Alle HCI-Produkte werden sich hin zu einer Welt entwickeln müssen, die von Standards geprägt ist. Eine enge Integration von Server, Storage und Netzwerk wird bei verschiedenen Orchestrierungswerkzeugen zum Standard werden.       

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Artikel wurde zuletzt im November 2016 aktualisiert

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