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Software-defined Storage: Den Wechsel ausreichend planen

Eine Software-defined Storage-Architektur ist für viele Firmen von Vorteil. Organisationen, die den Wechsel vorbereiten, können aber wichtige Schritte verpassen.

Unternehmen, die eine Software-defined Storage-Architektur (SDS) in Betracht ziehen, profitieren von einer ganzen Reihe wirtschaftlicher und geschäftlicher Vorteile: So ermöglicht SDS zum Beispiel intelligentere Interaktionen zwischen Workloads und Storage, bietet einen agileren Speicherverbrauch und erlaubt Echtzeit-Skalierbarkeit.

Der Start eines SDS-Rollouts öffnet allerdings auch die Tür für eine Reihe potenzieller Probleme. Diese können die endgültige SDS-Einführung verzögern und im schlimmsten Fall sogar das Projekt scheitern lassen.

„SDS ist ein völlig anderer Ansatz für das Management von Storage“, sagt Shawn Smucker, Produkt-Manager beim Datensicherungsanbieter Commvault. „Man muss seine Denkweise ändern – und von der Hardware, die ein zentraler Aspekt im Unternehmen ist, auf eine bloße unterstützende Rolle der Hardware abstrahieren.“

Smucker sagt, dass Unternehmen mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert waren, als sie begannen, von dedizierten physischen Servern auf eine virtuelle Infrastruktur umzusteigen. „Während Virtualisierung heute weit verbreitet ist, zögerten viele, sie zu implementieren, als sie zum ersten Mal auf den Markt kam“, sagt er.

Bevor Sie eine SDS-Strategie in Gang setzen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie diese sechs wichtigen Schritte berücksichtigen und umsetzen.

Interne Widerstände diskutieren

Alle Entscheidungen haben zwei Seiten – und die Auswahl einer Software-definierten Storage-Architektur ist da keine Ausnahme.

„Mit ziemlicher Sicherheit werden Sie von Ihrem bestehenden Storage-Team gebremst. Aber das beruht meistens eher auf unangebrachtem Eifer und Vorurteilen als auf echtem Verständnis“, erklärt Andrew Hatfield, Leiter des Bereichs Cloud Storage und Big Data Practice beim Open-Source-Software-Anbieter Red Hat. „Man kann das den alteingesessenen Storage-Experten auch nicht verübeln. Sie haben ihre gesamte Karriere um einen oder zwei Storage-Anbieter herum aufgebaut – und jetzt verändert sich die Welt.“

Um den Widerstand zu unterdrücken, schlägt Hatfield vor, klein anzufangen. Das bedeutet beispielsweise, ein Problem zu wählen, das durch eine Software-defined Storage-Architektur leicht gelöst werden kann. Und es sollte ein vorhandener x86 Intel-Server-Hersteller verwendet werden, um einen kleinen Anfangserfolg zu erzielen.

„Legen Sie in Randgebieten los und arbeiten Sie sich langsam hinein", sagt Hatfield. „Versuchen Sie nicht, die Welt über Nacht zu verändern.“

Eine SDS-Appliance wählen

Abhängig vom Grad der internen Expertise kann eine SDS-Appliance, die mit vorkonfigurierter Soft- und Hardware ausgeliefert wird, am sinnvollsten sein.

„Appliance-Modelle vereinfachen nicht nur die Ausführung und minimieren die Komplexität des Supports. Sie bieten in der Regel auch ein höheres Maß an Verfügbarkeit und Performance, da der Hersteller die Konfiguration aufeinander abgestimmt hat“, sagt Bob Madaio, Vice President of Infrastructure Products and Solutions Marketing bei Hitachi Vantara. „Bei der Optimierung, Skalierung und Reparatur von reinen Softwarelösungen können Unternehmen Probleme bekommen, wenn sie nicht über ein qualifiziertes IT-Storage-Team verfügen."

Auf Skalierbarkeit achten

Anwender von Software-defined Storage sollten laut Madaio verstehen, wie sich einzelne Datenträger hinsichtlich Kapazität, Leistung und Latenz skalieren lassen. Dies gilt insbesondere, wenn die Daten über mehrere Knoten verteilt sind.

Ein weiterer Faktor, der berücksichtigt werden sollte, ist die Anzahl der Medien, die hinzugefügt werden können. Wenn Sie zum Beispiel eine All-Flash-Plattform auf Basis von Non-Volatile Memory Express (NVMe) aufbauen möchten, sollten Sie sich fragen: Wie viele NVMe-Steckplätze hat die Plattform? Verfügt sie über genügend CPUs und Arbeitsspeicher, um den erwarteten Bedarf an Workloads abzudecken? Und sind genügend Highspeed-Interfaces verfügbar, um die NVMe-Geräte zu bedienen?

„Fehlen diese Elemente, kann dies im Laufe der Zeit zu einer schlechten Leistung und zu einer wenig zukunftsfähigen Lösung führen, sollten die Workloads mehr werden“, sagt Madaio.

Datenmigration planen

Bei der Implementierung von SDS vernachlässigen Anwender oft die Datenmigration. „Dies ist ein Bereich, in dem viele SDS-Lösungen versagen können“, sagt Madaio. „Bei neuen Workloads ist dies kein Problem. Aber für Kunden, die versuchen, von bereits bestehenden Anwendungen wegzukommen, ist bekannt, dass SDS Probleme sowohl mit der Ausführungszeit als auch mit der Unterbrechung von Anwendungen schafft.“

Unternehmen, die Anwendungen auf eine neue Software-defined Storage-Architektur migrieren möchten, sollten im Vorfeld überprüfen, ob der ausgewählte Anbieter die Tools und Services bietet, die für eine reibungslose Migration erforderlich sind.

„Sie sollten vorsichtig sein und versuchen zu verstehen, wie transparent die Migration ist und wie lange sie dauert“, sagt Madaio. „Die Migration kann einige Zeit in Anspruch nehmen, und wenn der Prozess für Anwendungen nicht vollständig transparent ist, kann es Probleme geben.“

Erwartungen realistisch halten

SDS wurde entwickelt, um die Vorteile von Public-Cloud-Services in das lokale Rechenzentrum zu transferieren. Allerdings ist es durchaus möglich, dass Ihre Software-defined Storage-Architektur mit den rapiden Innovationen im Public-Cloud-Markt in Bezug auf Skalierbarkeit, Kosteneffizienz oder verfügbarer Services schnell weniger wettbewerbsfähig wird.

„Möglicherweise stellen Sie auch fest, dass die Einführung von SDS in Ihrer eigenen Umgebung nicht den erwarteten Nutzen bringt“, sagt Kong Yang, Head Geek bei SolarWinds, einem Anbieter von IT-Infrastruktur-Management-Software. „Dies sei besonders häufig der Fall, wenn Unternehmen SDS über hyperkonvergente Appliances einführen. Ohne richtige Planung und Voraussicht ist es nicht ungewöhnlich, dass Unternehmen in Hardware investieren und am Ende erhebliche Mengen an nicht ausgelasteten Ressourcen übrighaben.“

Integrationsprobleme verstehen

Obwohl SDS nützlich ist, erkauft man sich dies typischerweise mit einer komplexeren Integration. „Benutzer müssen dafür bereit sein, die zugrunde liegenden Hardware und das Betriebssystem, das ihren Anforderungen am besten entspricht, zu evaluieren und zu beschaffen und diese Komponenten mit ihrer SDS-Implementierung zu verbinden“, sagt Charles Foley, Senior Vice President von Talon, einem SDS-Anbieter. Häufig übernehmen diese Rolle SDS-erfahrene Integratoren. Sie bieten die Integration als Serviceangebot an.

Die Wahrheit über Software-defined Storage

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Erwartungen realistisch halten

SDS wurde entwickelt, um die Vorteile von Public-Cloud-Services in das lokale Rechenzentrum zu transferieren. Allerdings ist es durchaus möglich, dass Ihre Software-defined Storage-Architektur mit den rapiden Innovationen im Public-Cloud-Markt in Bezug auf Skalierbarkeit, Kosteneffizienz oder verfügbarer Services schnell weniger wettbewerbsfähig wird.

„Möglicherweise stellen Sie auch fest, dass die Einführung von SDS in Ihrer eigenen Umgebung nicht den erwarteten Nutzen bringt“, sagt Kong Yang, Head Geek bei SolarWinds, einem Anbieter von IT-Infrastruktur-Management-Software. „Dies sei besonders häufig der Fall, wenn Unternehmen SDS über hyperkonvergente Appliances einführen. Ohne richtige Planung und Voraussicht ist es nicht ungewöhnlich, dass Unternehmen in Hardware investieren und am Ende erhebliche Mengen an nicht ausgelasteten Ressourcen übrighaben.“

Integrationsprobleme verstehen

Obwohl SDS nützlich ist, erkauft man sich dies typischerweise mit einer komplexeren Integration. „Benutzer müssen dafür bereit sein, die zugrunde liegenden Hardware und das Betriebssystem, das ihren Anforderungen am besten entspricht, zu evaluieren und zu beschaffen und diese Komponenten mit ihrer SDS-Implementierung zu verbinden“, sagt Charles Foley, Senior Vice President von Talon, einem SDS-Anbieter. Häufig übernehmen diese Rolle SDS-erfahrene Integratoren. Sie bieten die Integration als Serviceangebot an.

„Zwar entstehen dabei Kosten, doch diese sind in der Regel geringer als bei den 'proprietären Margen' von Anbietern von Legacy-Speichern und bietet dennoch die inhärente Flexibilität von SDS“, merkt Foley an.

„Die Fallstricke einer Software-defined Storage-Architektur hängen von der Bereitschaft des Anwenders ab, auf ein neues Betriebsmodell umzusteigen“, sagt Avinash Lakshman, CEO und Gründer des SDS-Anbieters Hedvig. „Wenn Sie erwarten, dass SDS einfach eine neuere, schnellere Mausefalle ist, dann besteht die Falle darin, dass Sie keinen richtigen ROI sehen werden.“

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Nächste Schritte

Software-defined Storage: Open Source kann zum Durchbruch verhelfen.

Software-defined Storage: Dichtung und Wahrheit nachgespürt.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2018 aktualisiert

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