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Syncplicity verbessert Synchronisierung und Compliance bei Siemens

Syncplicity hat seine Synchronisierungs-Lösung bei Siemens implementiert. Jetzt sollen auch die Siemens-Zulieferer folgen.

Sicheres File Sync & Share steht im Mittelpunkt der Angebote von Syncplicity. Das Unternehmen war bis vor einem Jahr Teil von EMC und ist seitdem in Privatbesitz. EMC besitzt immer noch einen signifikanten Anteil an Syncplicity und eine Vertriebspartnerschaft wird aufrechterhalten.

EMC setzt die Syncplicity Produkte an über 80.000 Arbeitsplätzen intern ein und ist damit der zweitgrößte Kunde. Der größte Kunde ist aber Siemens, bei dem 400.000 Anwender insgesamt fünf Petabyte an Daten mit Syncplicity-Produkten verwalten. Durch den Umzug von einer Legacy-NAS-basierten File-Share-Infrastruktur auf Cloud Storage mit Syncplicity hat Siemens laut Firmenangaben die Kosten pro GB von 90 auf sieben Cent reduziert.

Sehr zur Freude von Syncplicity-CEO Jonathan Huberman will Siemens nun seine Zulieferer drängen, ebenso die Lösungen der ehemaligen EMC-Tochter zu implementieren: „Siemens hat über 1.000 File-Server abgelöst. Wir geben allen Nutzern den Zugang auf ihre Daten ohne VPN und dennoch sicher.“ Die Stärke von Syncplicity liegt in der hybriden Installation  und dem Multi-Folder Sync. Es ist kein Laptop Backup nötig, weil alle Dateien synchronisiert werden. Syncplicity besteht aus drei Teilen: eine Client-Schicht auf dem Gerät der Nutzer, eine Orchestrationsschicht auf dem Backend in der Cloud und eine Storage- und Computing-Schicht.

Syncplicity spendiert seiner Cloud-Lösung zwei Updates pro Monat. Mit dem nächsten größeren Release in September wird es einen europäischen Orchestration Layer geben, der dafür sorgen soll, dass die Daten im Land bleiben. Damit soll vor allem dem Datenschutzbedürfnis deutscher Kunden Rechnung getragen werden: „Das Privacy Shield ist gut für die USA, aber nicht für Europa. Europäische Unternehmen wollen sich gegen Einblicke der US-Regierung wehren. Wir wollen nichts in die USA übertragen, nicht einmal Metadaten“, bekräftigt Huberman. Bereits im April hat Syncplicity mit dem Angebot European Cloud Storage einen ersten Schritt in die Richtung besserer Datenschutz für europäische Kunden getan, aber damals noch an der Metadaten-Übermittlung festgehalten.

Im neuen Orchestration Layer sieht Huberman auch technisch einen Vorteil gegen die Konkurrenz: „Citrix hat keine großen Enterprise-Kunden, denn sie haben Schwierigkeiten mit dem Orchestration Layer. Unser Multi-Folder Sync ist ein großer Vorteil gegen Dropbox.“ Zum Wettbewerb von Syncplicity zählen Citrix, Box, Dropbox und Egnyte. Microsoft ist einerseits Konkurrent, aber auch ein sehr wichtiger Partner.

Gegen Ransomware

Syncplicity hilft auch gegen Ransomware aus, weil die Daten in der Cloud vor unerlaubter Verschlüsselung geschützt sind. „Wir haben vielen Kunden gegen Ransomware helfen können. Jedes Unternehmen wird angegriffen. Wir streben Partnerschaften mit Sicherheitsunternehmen an, um hier noch besser zu werden“, erklärt Huberman.

Syncplicity hat seine Zusammenarbeit mit Microsoft ausgebaut und ist Mitglied des Microsoft Cloud Storage Partner Programms (CSPP). Der Hersteller bietet nun volle Unterstützung für Office 365. Über den Syncplicity App Tab können Anwender von Microsoft Word, Excel und PowerPoint, von der Version Office 2007 bis zu Office 2016 (Teil von Office 365) einfach zusammenarbeiten. Künftig sollen auch mobile Clients und Macs unterstütz werden. Außerdem gibt es seit einigen Monaten ein universelles Plug-In für Microsoft Outlook.

Ärger mit Gartner

Mit den Analysten von Gartner gibt es bei Syncplicity Ärger. 2015 war der Anbieter noch als Leader im „Magic Quadrant for Enterprise File Synchronization and Sharing“ bei Gartner  gelistet. Aber in diesem Jahr hat es nur zur Position als Visionary gereicht. Gartner bemängelt die schwachen Funktionen zur sozialen Kollaboration und den nur eingeschränkten Zugriff auf Enterprise Content Management Systeme.

Bei einigen Referenzkunden habe es hin und wieder Probleme bei der Integration mit Drittsystemen gegeben. Das Hauptargument zur Degradierung bei Gartner war aber, dass Syncplicity jetzt nur noch ein kleines, privates Unternehmen ist und nicht wie im Vorjahr Teil des Storage-Riesen EMC. Damit ist Huberman ganz und gar nicht einverstanden: „Wir sind heute viel agiler und fokussierter als vor einem Jahr.“

Syncplicity

„Das Privacy Shield ist gut für die USA, aber nicht für Europa. Europäische Unternehmen wollen sich gegen Einblicke der US-Regierung wehren.“

Jonathan Huberman, CEO Syncplicity

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Aber Gartner sieht auch Positives bei Syncplicity. Zu den Stärken zählen die umfassenden Policy-Management-Funktionen, die es Administratoren erlauben, den Zugang zu kontrollieren, Daten zu schützen und Dateien sicher zu verteilen. Die flexible Architektur erlaubt den Zugriff auf Network-Attached Storage Arrays von EMC und anderen Herstellern. Gelobt wird von Gartner das Dokumenten-Backup in Echtzeit und die Vielzahl an Sicherheitsfunktionen wie Digital Rights Management (DRM), Verschlüsselung und Policies.

Preise und Lizenzen

Syncplicity gibt es in drei Varianten, der Personal Edition, Business Edition und Enterprise Edition. Den Zugang zur Personal Edition gibt es kostenfrei bis zu einem Datenvolumen von zehn GB. Zwischen zehn und 100 GB kostet die Personal Edition 60 Dollar pro Jahr. Sie erlaubt es, Dateien zwischen allen Geräten zu synchronisieren.

Für die Business Edition gibt es einen kostenfreien Testzugang, der auf 30 Tage befristet ist. Danach fallen 60 Dollar pro Anwender und Jahr an (mindestens drei Anwender). Über den Funktionsumfang der Personal Edition hinaus bietet die Business Edition Group/User basierte Sicherheits-Policies sowie Reporting und Auditing. Darüber hinaus enthält die Business Edition Active Directory Integration und Single Sign On (SSO) sowie Remote Wipe für jedes Gerät.

Die Enterprise Edition ist für mindestens 60 Anwender gedacht und bietet ebenfalls einen 30-tägigen Testzugang. Das Preismodell gibt es auf Anfrage. Die Enterprise Edition enthält Hybrid Cloud Storage, StorageVault Authentication, Syncplicity Data Hub und Secure shared Links (Rights management).  

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Artikel wurde zuletzt im August 2016 aktualisiert

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