Cloud Data Recovery: Checkliste für Data-Recovery-Einsteiger

Wie sieht eine Cloud-Disaster-Recovery-Strategie aus? Zielt man auf kurze Wiederherstellungszeiten ab, stehen Verfügbarkeit und Sicherheit ganz vorne.

Diejenigen, die das Thema Datenwiederherstellung neu kennenlernen, springen häufig auf den Cloud-Zug auf, ohne wirklich über die schwierigen Fragen nachzudenken. Wichtig ist: Administratoren müssen herausfinden, wie viel Prozent der Daten sie regelmäßig oder unregelmäßig zurückziehen müssen.

Ein Unternehmen muss abwägen, was es sich leisten kann, gegenüber dem, was es haben möchte. Wichtige Fragen sind unter anderem: Wie schnell muss der Administrator einen wiederhergestellten Zustand innerhalb der Cloud erreichen? Wer entscheidet, welche Anwendungen kritisch sind?

Um die zweite Frage zu beantworten, sollten Unternehmen ihre Anwendungen nach Wichtigkeit ordnen und kennzeichnen. Als Antwort auf die erste Frage sollte man mit dem Data-Recovery-Service oder Technologieanbieter zusammenarbeiten, um die geforderte Wiederherstellungszeit zu erreichen.

Daneben muss man beachten: Während die meisten Anbieter keine Gebühren für den Upload der Daten erheben, zahlen die Nutzer für das Herunterladen. Daher ist es wichtig zu verstehen, wie viele Daten regelmäßig zurückgezogen werden müssen.

Zusätzlich zu den Kosten für das Herunterladen der Daten für ein Data-Recovery-Szenario ist die Migration von Daten auf eine andere Cloud-Plattform ebenfalls kostenintensiv, insbesondere mit Blick auf den Umfang der zu migrierenden Daten.

Granularität und Sicherheit

Man muss auch wissen, dass die Wiederherstellung aus der Cloud auf granularer Ebene möglich sein sollte. Kein Administrator möchte Dutzende von Gigabyte an virtuellen Maschinen (VMs) für eine einzelne Datei oder eine kleine Anzahl von Dateien zurückziehen (mit erheblichen Kosten). Die meisten Anbieter von Cloud-DRs erlauben dies. Doch jedes Unternehmen, das eine Cloud-Datenwiederherstellung in Betracht zieht, muss sicherstellen, dass diese als Standard verfügbar ist.

Eine intelligentere Lösung ist daher eine hybride Backup-Plattform, bei der die On-Premises-Datensicherung auf Band oder Festplatte für die übliche Datenwiederherstellung verwendet wird, während gleichzeitig ein vollständiges DR-Szenario mit Cloud-Datenwiederherstellung existiert.

Auf diese Weise kann ein Unternehmen seine Kosten senken und gleichzeitig die Fähigkeit behalten, in einem echten DR-Szenario zu versagen. Daneben stellt sich die Frage, welche Maschinen Cloud-Data-Recovery-Ressourcen benötigen.

Je nach Standort muss außerdem die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) berücksichtigt werden. All diese Informationen auf granularer Ebene verwalten zu können, ist unerlässlich. Neben der Anforderung, dass die Daten zugänglich sein müssen, haftet das betreffende Unternehmen auch für die Sicherheit aller Informationen im Zusammenhang mit der DSGVO.

Mit all diesen Daten und der Anforderung, DSGVO-Daten verschlüsselt zu halten, sollte Sicherheit an der Spitze jedes Cloud-Data-Recovery-Plans stehen. Alle Informationen, VMs und so weiter müssen im Ruhezustand verschlüsselt werden.

Stellen Sie sicher, dass alle diesbezüglichen Zusicherungen nicht nur geprüft, sondern auch in den rechtlichen Dokumenten enthalten sind, die für die Nutzung eines solchen Dienstes unterzeichnet werden. Dabei sollte man nicht versuchen, eine komplett eigene Lösung auszurollen. Die Zeit des Administrators ist mehr wert als der Versuch, eine interne Lösung zu erstellen, die intern eventuell günstig ist.

Kurz gesagt, bevor man sich an einen Anbieter für Cloud Data Recovery wendet, sollten folgende Punkte geklärt werden:

  • Was soll geschützt werden?
  • Wie wichtig sind diese Daten?
  • Wie schnell muss die Datenwiederherstellung sein?
  • Wie sichert man es ab?

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Nächste Schritte

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2018 aktualisiert

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