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Die Vor- und Nachteile konvergenter Sekundärspeicher

Konvergenter Sekundärspeicher wird populärer. Neben einigen gewichtigen Vorteilen gibt es aber auch erhebliche Nachteile. Wägen Sie diese sorgfältig ab.

Seit einigen Jahren wird Sekundärspeicher immer populärer als Basis für Data Protection. Gleichzeitig gewannen auch konvergente Plattformen an Beliebtheit.

Dennoch ist konvergenter Sekundärspeicher nicht unbedingt die beste Grundlage für Data Protection.

Definiert wird konvergenter Sekundärspeicher als integrierter Speicher innerhalb einer maßgeschneiderten hyperkonvergenten Infrastruktur (HCI), die für Backup verwendet wird. Beispiele für Produkte in diesem Segment sind die Cohesity Data Platform und die Rubrik Cloud Data Management Platform. Beide sind jeweils aktuell in der Version 4 verfügbar.

Einer der Vorteile eines konvergenten Sekundärspeichers sind einfache Installation und Wartung. Sie müssen sich nicht um Treiber oder einzelne Komponenten kümmern. Es ist unnötig, sich um Optimierung zu sorgen, denn diese Arbeit hat Ihnen der Hersteller schon abgenommen.

Zu nennen ist zudem die Skalierbarkeit. Obwohl die Anbieter als Zielgruppe mittelständische Unternehmen oder Zweigstellen sich auserkoren haben, können diese Lösungen problemlos bis ins Enterprise skalieren.

Ein weiterer großer Vorteil von konvergentem Sekundärspeicher sind die aufeinander abgestimmte Hardware und Software, die vom Hersteller im Hinblick auf Kompatibilität zertifiziert sind. Das nimmt Ihnen die Arbeit ab, passende Komponenten auszuwählen. Damit ist auch der Support vereinfacht. Der jeweilige Hersteller bürgt für die Support-Leistungen.

Konvergente Systeme nutzen Knoten im Cluster. Wenn zusätzliche Kapazität gewünscht wird, kann der Administrator einfach zusätzliche Knoten zum Cluster hinzufügen. Zwar ist die Anzahl der Knoten im Cluster begrenzt, aber die meisten Anbieter unterstützen Multi-Cluster-Umgebungen.

Aber diese knotenbasierte Architektur hat auch Nachteile. Einer davon ist, dass für eine Kapazitätserweiterung zusätzliche Knoten erforderlich sind, die Knoten aber mehr als nur Zusatzspeicher beinhalten. Zusätzlich zu den Storage-Ressourcen sind auch Compute- und manchmal auch Netzwerkkomponenten eingeschlossen. Daher müssen Sie für eine Kapazitätserweiterung unter Umständen für Leistungen bezahlen, die Sie gar nicht benötigen.

Risiko Vendor-Lock-in

Auch die Gesamtverantwortung eines Herstellers für das System kann ein zweischneidiges Schwert sein. Es droht starke Abhängigkeit (Vendor-Lock-in). Der vorgefügte Stack kann nicht ohne weiteres mit Komponenten von Drittanbietern erweitert werden.

Zwar kann man andere Storage-Produkte neben konvergentem Sekundärspeicher betreiben, aber bei einer engeren Anbindung riskieren Sie, dass das konvergente System in einen nicht unterstützten Status abgleitet.

Für Unternehmen, die Wert auf Hochgeschwindigkeit legen, sind konvergente Sekundärspeicher keine gute Wahl. Das fällt auf den ersten Blick nicht ins Auge, weil die Hardware ja so abgestimmt ist, dass Flaschenhälse möglichst vermeiden werden.

Die Anbieter konzipieren ihre Systeme aber so, dass ein guter Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Stabilität angestrebt wird.

Bei der Zertifizierung der Komponenten werden extensive Labortest durchgeführt. Da das Zeit kostet, wird in der Regel nicht die neueste Hardware verbaut. Die Anbieter legen mehr Wert auf bewährte Komponenten.

Der letzte Punkt betrifft die Kosten. Früher haben die Hersteller von konvergenten und hyperkonvergenten Systemen ihre Produkte als Niedrigpreisangebote vermarktet. Heute hat sich herausgestellt, dass dies keineswegs der Fall ist.

Bei der Entscheidung für und wider einen konvergenten Sekundärspeicher sollten Sie abwägen, ob Sie mit einer kostengünstigeren traditionellen Speicherlösung nicht besser fahren.

Es sollte auch darauf hingewiesen werden, dass die Anbieter konvergenter Sekundärspeicher mittlerweile auch Cloud-Versionen ihrer Produkte auf den Markt bringen. Dies erlaubt es, die Vorteile solcher Systeme zu nutzen, ohne in Hardware zu investieren. Die Nachteile dieser Methode sind hohe langfristige Kosten sowie potentielle Schwierigkeiten mit der Bandbreite.  

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