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Die wichtigsten Fehlerquellen beim Tape-Backup

Entgegen den Aussagen vieler Hersteller resultieren fehlgeschlagene Backups und Wiederherstellungen von Daten nicht vor allem aus fehlerhaften Tape-Laufwerken oder -Medien.

Warum schlagen Tape-Backups fehl?

Für fehlgeschlagene Daten-Backups- oder -wiederherstellungen gibt es viele Gründe. Die wichtigsten Fehlerquellen bei Backup und Restore sind Menschen, Hardware, Software und Medien.

Im Wesentlichen handelt es sich um folgende sechs Gründe, aus denen Backups und Restores danebengehen:

  1. Menschliches Fehlverhalten,
  2. Softwarefehler (System beschäftigt, in Gebrauch oder andere Fehlerkonditionen, die beseitigt werden können),
  3. Ressourcenüberlastung (die Ressourcen für das Backup sind in Gebrauch, beispielsweise offene Dateien oder Applikations-Files, I/O-Kanäle, Tape-Library, Laufwerk oder Medium),
  4. SAN- oder andere Verbindungsprobleme,
  5. Fehler an Tape-Laufwerk oder Medienfehler,
  6. Hardwarefehler (Festplattenlaufwerke, Prozessoren, Memory, I/O-Controller und so weiter).

Der verbreitetste Grund für Probleme bei Backup oder Wiederherstellung sind Bedienungsfehler. Dazu gehören die Fehler, mehrere Backup-Jobs gleichzeitig ablaufen zu lassen, Tapes nicht auszuwechseln oder Reinigungsbänder im Laufwerk zu vergessen und so weiter.

Nummer Zwei auf der Hitliste sind Softwarefehler. Sie stecken meist in den Skripts, nach denen die Backup-Prozesse ablaufen, Medien mounten oder andere Operationen vornehmen. Ressourcenüberlastung kann bei unvorhergesehenen oder unberechenbaren Ereignissen eintreten. Ein anderer Grund dafür ist schlechte Planung durch den Backup-Verantwortlichen. Verbindungsprobleme können sich aus einer veränderten Zonierung des SANs oder aus anderen Themen, die die Vernetzung berühren, ergeben. Die Hardware ist die unwahrscheinlichste Fehlerquelle. Hierher gehören die Tape-Medien und -Laufwerke sowie weitere involvierte Hardware.

Von den Herstellern wird der Eindruck verbreitet, dass die wichtigste Fehlerquelle die Tape-Medien sind. Doch in Wirklichkeit sind sie meist nicht der wichtigste Grund für Probleme. Allerdings kommen Fehler bei den Tape-Medien durchaus vor und können das Backup oder die Wiederherstellung signifikant beeinflussen. Manchmal sind diese Fehler auch irreparabel.

So erholen sich manchmal Anwendungen und Bandlaufwerke nicht mehr von Medienfehlern, obwohl nur wenige Prozent der Daten auf einem Band verlorengegangen sind. Die Migration von Tape- auf Disk-basiertes Backup kann deshalb die Zuverlässigkeit erhöhen und diese Quelle für Datenverluste eliminieren. Allerdings verbleiben andere weit verbreitetere Probleme, unabhängig davon, ob Backups nun auf Disk oder Tape fließen.

Es ist weise, die Gründe von Backup-Fehlern zu analysieren. Danach sollten die entsprechenden Fehlerquellen nach der Reihenfolge ihrer Häufigkeit beseitigt werden. Weil menschliche Fehler die wahrscheinlichste Fehlerursache sind, empfehlen sich automatisierte Backups. Sie können viele Fehler beseitigen. Man sollte dafür sorgen, dass bewährte Software und Skripte für Backup-Vorgänge verwendet werden. Konfigurations-Management stellt sicher, dass Ressourcen und Verbindungen nicht überlastet werden. Erst wenn diese wichtigen Gründe für Backup-Fehler behoben sind, ist es sinnvoll, sich auch eventuellen Fehlern an den Tape-Medien zuzuwenden.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2018 aktualisiert

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