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Neun Tipps für das SaaS-Backup

Wer SaaS-Backup nutzt, sollte einige wichtige Regeln bei der Planung und der Durchführung beherzigen, damit im Ernstfall die Daten tatsächlich wiederhergestellt werden können.

Immer mehr Unternehmen nutzen Softwareservices (SaaS, Software as a Service), die durch Dritte erbracht werden. Doch SaaS-Backup kann sehr komplex sein. Neun Regeln helfen beim Backup von Anwendungen wie Salesforce, Office 365 und G Suite.

  1. Große Provider bieten durchaus Backups und Redundanz an. Doch kann die Erreichbarkeit und Nutzbarkeit dieser Backups für die Anwender ihre Grenzen haben. Unternehmen sollten sich beim Backup ihrer Daten nicht auf ihren Applikations-Provider verlassen, sondern mehrere Datenkopien anfertigen. Deshalb sollte man sich Backup-Produkte für Lösungen wie Office 365 anschauen, die Cloud-to-Cloud-Backup über die Microsoft-API ermöglichen.
  2. Wem gehört die SaaS-Infrastruktur? Wenn nicht dem eigenen Unternehmen, braucht man unbedingt eine vertragliche Dienstgütevereinbarung (Service-Level Agreement, SLA). Gehört der Service der eigenen Firma, liegt es auch in der eigenen Verantwortung, das SaaS-Backup anforderungsgerecht zu gestalten. Gelingt das nicht, kann das zu einer Katastrophe führen.
  3. Ausfälle machen Kunden unzufrieden, auch wenn sie in der Cloud stattfinden. Unzufriedene Kunden sind schlecht fürs Geschäft. Deshalb ist es essentiell, so schnell wie möglich auf eine intakte Ressource umschalten zu können. Dafür braucht man unverzichtbar ein umfassendes SaaS-Backup und einen Disaster-Recovery-Plan
  4. Mehrere Backups sind Pflicht. Man weiß nie, wann ein erstelltes Backup benötigt wird und ob das benötigte Backup auch funktioniert.
  5. DR und Backup sollten getrennt werden. Die Prozesse dienen unterschiedlichen Zwecken. Das Backup nutzen zu müssen, ist die letzte Chance, bevor Daten endgültig verloren sind.
  6. Regelmäßige Tests von SaaS-Backup und DR-Plan mindestens einmal jährlich sind Pflicht, wenn man sicher sein will, dass sie funktionieren. In hochkomplexen Umgebungen treten häufig Probleme auf, die man nur bei solchen Tests entdeckt. Fallen sie erst im Ernstfall auf, wenn es darum geht, Ressourcen möglichst schnell wiederherzustellen, ist es zu spät.
  7. Eine gute Dokumentation ist kritisch. Niemand weiß, welche Art von desaströsem Zwischenfall sich wann ereignen wird. Was passiert, wenn die Systeme ausfallen? In solchen Momenten zeigt sich der Wert einer konsistenten und getesteten Dokumentation. Ohne angemessenen Implementierungsplan entstehen Verzögerungen und die Situation verschlimmert sich.
  8. Abhängigkeiten innerhalb der Infrastruktur müssen beachtet werden. Jede Applikation muss isoliert gehandhabt werden, aber einschließlich aller ihrer Abhängigkeiten wie Active Directory oder Datenbankinfrastruktur.
  9. Es sind unterschiedliche Datentypen zu berücksichtigen, also auch Metadaten. Manchmal ziehen Administratoren keine Kopie der Metadaten. Das ist aber wichtig, denn ohne Metadaten kann man den Rest der Informationen nicht wiederherstellen.

Letzten Endes entspricht der SaaS-Backupprozess dem der Sicherung einer komplexen Standardapplikation im eigenen Rechenzentrum. Es gilt, den gesamten Service zu betrachten und sicherzustellen, dass der Backup-Plan alle Komponenten und Abhängigkeiten umfasst.

Beim Management der SaaS-Anwendung geht es darum, Kunden einen Service anzubieten, nicht den internen Mitarbeitern. Die Auswirkungen finanzieller Art und auf den Ruf können beträchtlich sein. Es ist unverzichtbar, dass sein Service-Provider alle möglichen Störungsursachen um die Serviceerbringung so weit wie möglich ausschaltet. Backup ist ein Teil dieser Kontinuitätsplanung.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2018 aktualisiert

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