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Sieben Fakten zu hyperkonvergentem Sekundärspeicher

Mit der Kombination von HCI – hyperkonvergenten Infrastrukturen – und Sekundärspeichersystemen, wie für Datensicherung und Archivierung, entstand ein neues Marktsegment.

Die Kombination von HCI (hyperkonvergenten Infrastrukturen) und dem Einsatz von Sekundärspeichern, wie zum Beispiel solchen für Datenrettung und Archivierung, stellte bislang eine Herausforderung dar. Einige Unternehmen haben sich jedoch der Herausforderung gestellt und dadurch ein neues Marktsegment in der IT-Welt geschaffen.

Die ersten Anwendungsszenarien für eine hyperkonvergente Infrastruktur konzentrierten sich auf Funktionen, die auf primärem Speicher basieren, wie zum Beispiel virtuelle Desktops und die Anwendungen, die sie ausführen. Mitte der 2010er Jahre erkannten einige Startups das Potential für einen Markt für hyperkonvergente Sekundärspeicher und produzierten HCI-Appliances, die speziell für die Anforderungen von Anwendungen wie Backup, Archivierung und Datenwiederherstellung entwickelt wurden. Dazu schlossen die Startups – Cohesity und Rubrik – in ihre Lösungen eine Software ein, die die verschiedenen sekundären Speicherfunktionen integriert und über eine einzige Schnittstelle verwaltet. Sowohl die Hardware als auch die Software waren auf den Prinzipien der Konvergenz aufgebaut.

Man könnte nun sagen, dass hyperkonvergente Sekundärspeichersysteme die Vorteile der Hyperkonvergenz von vornherein besser ausschöpfen, weil die physischen Komponenten speziell für den Speicher geeignet sind. Es ist auch recht unwahrscheinlich, dass Benutzer die Rechenleistung überbeanspruchen, wenn sie zur Erweiterung der Kapazität zusätzliche Knoten hinzufügen. Ein Standard-HCI-Produkt sollte die Rechen- und Speicherressourcen in dem gemeinsamen Ressourcenpool gleichmäßig teilen, so dass jeder dem Cluster hinzugefügte Knoten automatisch beide Ressourcen vergrößert. Mit einer entsprechenden HCI-basierenden Sekundärspeicher-Appliance erhält der Anwender bei Bedarf genau die Speicherressourcen, die er benötigt.

Was unterscheidet hyperkonvergenten Sekundärspeicher und Standard-HCI?

Das US-Analystenhaus Taneja Group hat formuliert, dass ein HCI-System um sekundäre Workloads wie Disaster Recovery, Archivierung oder Data Protection erweitert werden muss, damit es sich als hyperkonvergenter Sekundärspeicher qualifiziert. Häufig umfasst diese Systeme auch Daten-Deduplizierung, Komprimierung und Verschlüsselung. Aber das sind Funktionen, die auch in HCI zu finden sind, die für andere Speicherzwecke verwendet werden.

Welche ist über Data Protection und Archivierung hinaus die häufigste Anwendung im Sekundärspeicher auf HCI?

Data Analytics nutzt die auf den unteren Ebenen gespeicherten Daten, um daraus neue Informationen  zu gewinnen. Das sind Informationen, mit denen Unternehmen neue Werte schöpfen können. Da sich bis zu 90 Prozent der Daten eines Unternehmens in einem sekundären Speicher befinden, gibt es viele Daten, die neu erschlossen werden müssen.

Aus welchen Datenquellen kann ein HCI-basierendes Sekundärspeichersystem schöpfen?

Die beiden recht früh in den Markt eingetretenen Unternehmen Cohesity und Rubrik fokussierten sich anfangs auf virtuelle Maschinen mit Cloud-Unterstützung. In den letzten beiden Jahren haben diese beiden Unternehmen jedoch jeweils Support für physische Server zu ihren hyperkonvergenten Sekundärspeichersystemen – DataPlatform bei Cohesity und Cloud Data Management bei Rubrik – hinzugefügt.

Welche anderen Anbieter von hyperkonvergenten Sekundärspeichern gibt es neben Cohesity und Rubrik?

Zwei Unternehmen, die bislang hauptsächlich für ihre Backup-Software bekannt waren, sind vor kurzem in den Markt für hyperkonvergente Sekundärspeichersysteme eingetreten. Commvault kündigte 2017 ein Produkt mit dem Namen HyperScale an. Zwei Jahre vor Commvault brachte Asigra seine Converged Data Protection Appliance auf den Markt, um in das wachsende Segment einzusteigen.

Welche Dateisysteme setzen die verschiedenen Anbieter ein?

Jeder der vier bisher genannten Hersteller verwendet ein skalierbares verteiltes Dateisystem zur Verwaltung der Daten, die in den Sekundärspeicher geladen werden. Cohesity und Rubrik haben eigene Dateisysteme – bei Cohesity heißt es SpanFS und Rubrik hat sein Dateisystem Cloud-Scale File System genannt. Asigra verwendet das Open Source Z File System oder kurz ZFS. Commvault hat sich mit Red Hat zusammengetan und nutzt für seine hyperkonvertgente Sekundärspeicher-Appliance das GlusterFS-Dateisystem.

Welche Datenspeichertypen unterstützen HCI-Sekundärspeichersysteme?

Obwohl sich die meisten Anbieter zunächst auf Data Protection konzentrierten, unterstützen viele heute die Datei-, Block- und Objekt-orientierte Speicher. Damit können sie alle Anwendungsfälle von Sekundärspeicher und alle möglichen Speicherorte, einschließlich der Cloud, unterstützen.

Enthalten alle hyperkonvergenten Sekundärspeichersysteme Backup- und Archivierungsfunktionen?

ExaGrid Systems verkauft ein Produkt, das es als HCI-basierten Sekundärspeicher bezeichnet, aber es stützt sich bei der Bereitstellung der Backup-Technologie auf Partner wie Veeam. Das System ist ein Datenspeicher oder, wie ExaGrid es nennt, eine Daten-„Landezone“. Es handelt sich dabei um ein hyperkonvergentes Speichersystem, das speziell für den Einsatz in Sekundärspeicheranwendungen vermarktet wird.

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Nächste Schritte

Pro und Kontra: Proprietäre Hypervisoren für HCI

Business-Vorteile durch hyperkonvergente Plattformen

Vorteile hyperkonvergenter Produkte

Artikel wurde zuletzt im November 2018 aktualisiert

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