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So erzielen Sie Mehrwerte aus Hyperkonvergenz und Cloud

Die Konzepte von hyperkonvergenter Infrastruktur (HCI) und der Cloud ähneln sich. Eine Verbindung beider Methoden ist daher attraktiv, besonders für die hybride Cloud.

Hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI) verlassen sich, ähnlich wie die Public Cloud, auf die Virtualisierung von Ressourcen. Deswegen liegt es nahe, beide Konzepte zu verbinden.

Der Begriff hyperkonvergente Cloud kann einen Cloud-Provider bedeuten, der auf eine hyperkonvergente Infrastruktur aufsetzt, eine hybride Cloud mit HCI oder sogar ein System, das die Virtualisierung einer HCI mit den virtualisierten Servern in einer Public Cloud verbindet.

Die Kernprinzipien einer HCI gelten auch für die Public Cloud, nämlich die Virtualisierung von Ressourcen in virtuellen Maschinen (VMs).

Häufig kommen in Unternehmen diese virtuellen Maschinen als Vehikel für Endanwender in einer virtuellen Desktop-Infrastruktur (VDI) zum Einsatz.

In der Cloud sind es oft virtuelle Speicher und File Server oder sogar virtuelle Produktionsmaschinen.

HCI in der Cloud

Die großen Cloud-Anbieter wie Amazon Simple Storage Server oder Google Cloud Platform kaufen Technologie für ihre virtuellen Server in riesigen Mengen. Der Einsatz einer hyperkonvergenten Appliance ist bei diesen Maßstäben weit weniger sinnvoll als für einen kleineren Cloud-Service-Provider (CSP) und bringt den Giganten keine echten Kostenvorteile.

Ein Problemfeld, das sich für einen kleinen CSP stellt, lässt sich zudem mit HCI beheben: Die so genannten Noisy Neighbors. Die geräuschvollen Nachbarn treten auf, wenn ein Kunde (Tenant) so viele Ressourcen in einem geteilten virtuellen Server verbraucht, dass ein anderer Kunde beeinträchtigt wird. Das Problem wird gelindert durch ein Scale-Out der diskreten Knoten, die eine Grenze dafür setzen können, wie viele virtuelle Maschinen jeder Hypervisor nutzen darf.

HCI und Private Cloud

Wenn Ihr Unternehmen plant, eine Private Cloud einzurichten, lässt sich dies einfacher mit Hyperkonvergenz realisieren und verwalten. Eine solche hyperkonvergente Cloud könnte die virtuellen Ressourcen für Storage und Compute für verschiedene Einsatzzwecke unterschiedlich nutzen. Private Cloud Storage benötigt mehr Speicher und weniger Prozessorleistung. Bei einem virtuellen Server sieht es dagegen umgekehrt aus.

Allerdings zahlen Sie für die einfache Einrichtung und das Management einer HCI auch einen höheren Preis als beim Einsatz von Standard-Hardware für eine Private Cloud. Dies kann zum Teil durch die Ersparnis bei den Personalkosten ausgeglichen werden, weil für eine HCI weniger Administratoren benötigt werden.

HCI und hybride Cloud

Die Vorteile von HCI kommen besonders bei einer hybriden Cloud zur Geltung. Die Integration einer Private Cloud mit einer Public Cloud kann einfacher sein als die einer traditionellen Enterprise-Infrastruktur mit der Public Cloud. Die Integration virtueller Ressourcen liegt im Kern beider Plattformen.

Anbieter wie HPE und Nutanix verkaufen HCI-Produkte mit eingebauten Data-Protection-Services, die die Public Cloud nutzen. Cohesity und Rubrik haben sich auf hyperkonvergente Appliances für Sekundär-Storage und Backup spezialisiert, die auch für ein Backup in die Cloud verwendet werden können.

Selbst virtuelle Desktop-Infrastrukturen können von der hybriden Cloud profitieren. Hersteller wie Ericom, Parallels und Workspot bieten Cloud-basierte Systeme, die virtuelle Desktops in der Cloud und On-Premises bereitstellen können.

Die Integration einer Private Cloud mit der Public Cloud erfordert eine robuste Netzwerkanbindung. Im eigenen Rechenzentrum reichen für eine hyperkonvergente Cloud normalerweise 10 GbE Ethernet-Verbindungen, für Hochleistungsanwendungen sind aber 40 GbE anzuraten. Bei den Problemen mit Latenz und Datendurchsatz in der Public Cloud kommen die Vorteile von 40 GbE dagegen kaum zur Geltung.

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Artikel wurde zuletzt im April 2018 aktualisiert

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