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So schaffen Sie ein zuverlässiges Backup

Backup soll für viele Firmen am eigenen Standort greifbar sein. Für zuverlässiges Backup gibt es die Alternativen Festplatten, Solid State Disks oder Bandlaufwerke.

Obwohl die Cloud heute angesagt ist, ist ein zuverlässiges Backup am eigenen Standort ein Grundbedürfnis für viele Unternehmen.

Die IT-Abteilung ist dafür verantwortlich, dass wichtige Daten gesichert, schnell verfügbar und intakt sind. Glücklicherweise ist es nicht schwer, zuverlässiges Backup in eine bestehende Storage-Infrastruktur zu integrieren.

Festplatten oder SSDs

Festplatten sind günstiger als Solid State Disks (SSDs) und werden daher noch auf Jahre hinaus erste Wahl für ein Backup bleiben. Festplatten sind zudem sehr zuverlässig.

Der Provider Backblaze hat im Jahr 2017 10.000 Festplatten getestet. Das Ergebnis: Platten der Enterprise-Klasse hatten nur eine Ausfallrate von 1,61 Prozent über 300.000 Tage.

Auch die Festplatten für Verbraucher schnitten ähnlich ab bei einer Ausfallrate von 1,6 Prozent über 420.000 Tage.

Die teuren SSDs sind ebenfalls sehr zuverlässig im alltäglichen Einsatz in Rechenzentren. Aber der direkte Vergleich zu Festplatten ist schwierig, weil SSDs relativ neu und noch in der Entwicklung sind. SSDs fallen außerdem aus anderen Gründen aus als ihre magnetischen Brüder. Festplatten versagen oft aus mechanischen Gründen und schlechter Belüftung.

Dagegen ertragen SSDs, die keine mechanischen Teile haben, feindselige Umgebungen wesentlich besser. Sie ertragen zeitweise Hitze und Kälte, Hochdruck und Schwerkraft sowie Herunterfallen. All dies würde eine Festplatte umbringen. Aber im realen Einsatz sind diese Faktoren meist trivial, weil ein Rechenzentrum sich nicht in einem Flugzeug oder auf dem Meeresgrund befindet oder durch das Weltall schwebt.

Bedeutsamer ist die Tatsache, dass eine SSD langsamer wird, wenn sie altert. Eine fast volle SSD führt Schreiboperationen langsamer durch als eine mit viel freiem Speicherplatz. Und irgendwann geben die Speicherzellen den Geist auf.

Das Alter und nicht der Gebrauch ist der wesentliche Faktor für die Zuverlässigkeit von SSDs, so ein Bericht aus dem Jahr 2016 der Advanced Computing Systems Association. In dem Bericht wurde zudem eine höhere Bit Error Rate bei SSDs als bei Festplatten festgestellt.

Der Hinweis ist wichtig, dass SSDs Daten verlieren, wenn sie längere Zeit nicht genutzt werden. Kalter und langfristiger Speicher kann für die Daten auf einer SSD Schaden anrichten.

SSDs sollten daher nur für Backups genutzt werden, bei denen es auf hohe Geschwindigkeit ankommt. Festplatten sind dagegen zuverlässiger, wenn viele Daten über einen längeren Zeitraum geschrieben werden müssen.

Band als dritte Alternative

Aber obwohl Zuverlässigkeit ein hohes Gut ist, ist keine Technologie vollkommen. Es wird immer den Bedarf nach genauen und leicht zugänglichen Backups geben.

Auch wenn viele Leute Bandlaufwerke als veraltet ansehen, gibt es dennoch nichts Besseres, wenn es um langfristige Datensicherung geht.

Im Gegensatz zu bewegten Festplatten und energiebedürftigen SSDs kann man Bänder einfach auf einem Regal stapeln. Sie warten geduldig auf ihren Einsatz. Wenn die Bänder kühl und trocken gelagert werden, sind sie noch nach Jahren und Jahrzehnten lesbar.   

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2018 aktualisiert

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