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Voraussetzungen für den Einsatz von VMware VVOLs

Bevor man mit VVOLs Storage-Management-Probleme beheben kann, benötigt der Administrator wahrscheinlich einige Upgrades, unter anderem für vSphere.

VMware Virtual Volumes (VVOLs) ist eine neue Methode, Storage für virtuelle Maschinen zu verwalten und soll die Probleme im Storage-Management eliminieren. Mit VMware vShpere 6 steht diese Funktion nun endlich zur Verfügung. Allerdings muss man einige Grundvoraussetzungen der IT-Umgebung mitbringen, damit VVOLs zum Einsatz kommen und reibungslos funktionieren können.

Zunächst sollte der Administrator den VMware Hardware Compatibility Guide zurate ziehen und prüfen, ob die existierenden Storage-Arrays VVOLs unterstützen. Derzeit ist die Liste der Hersteller, die mit ihrer Hardware VVOLs unterstützen, noch recht überschaubar. Derzeit gibt es etwa ein Dutzend Firmen, die diesen Support bieten (Stand November 2015) und es werden stetig mehr. Hier müssen die Hersteller noch nachbessern, damit sich mehr und mehr Storage-Systeme mit VVOLs integrieren lassen.

Das bedeutet, dass die bestehenden Systeme ein Firmware-Upgrade benötigen, um den VVOLs-Support bieten zu können, was allerdings zeitaufwendig ist. Die Firmware eines Arrays zu aktualisieren muss geplant und sorgfältig durchgeführt werden. Geht etwas schief, kann das große Auswirkungen haben.

Als nächstes muss ein Upgrade auf vSphere 6 erfolgen. Auch das ist ein signifikantes Upgrade, das Planung, richtige Umsetzung und umfassende Tests erfordert. Die Version vSphere 6 wurde im Februar 2015 präsentiert und somit können nun auch etwas konservative Unternehmen, die mit Neueinführungen eher länger abwarten, die Installation der Software planen. Der Hersteller gab bereits ein Update 1 für vSphere 6 heraus und das bedeutet, dass Kunden Version 6 nun auch in produktiven Umgebungen installieren können.

Darüber hinaus ist das vSphere API for Storage Awareness (VASA)-Provider für eine VVOLs-Installation notwendig. Diese Software ist die Verbindung vom vCenter zum Array. Normalerweise ist sie leicht zu implementieren. VASA wird auf einem Windows Server installiert und läuft oft auf dem gleichen System wie das herkömmliche Array-Tool für Storage-Management.

Anwender die VASA-Provider für das Storage-Management bereits in vSphere 5.5 installiert haben, müssen auch hier ein Upgrade durchführen, um VVOLs zu unterstützen. Dieses Upgrade erlaubt eine bessere Integration zwischen dem Storage-Array und vCenter. Ein aktualisierter VASA-Provider ist ein wichtiger Teil, das Array für VVOLs-Support zu zertifizieren.

Nutzer, die VM-zentrisches Storage-Management wollen, das den VVOLs ähnelt, können dies in vSphere 5.5 realisieren, benötigen dafür aber VSAN. Virtual SAN ermöglicht das Einrichten von Storage-Policies pro virtueller Maschine unter vSphere 5.5 und tut dies auch unter vSphere 6.

VVOLs können dort eingesetzt werden, wo es massive Probleme mit dem Storage-Management gibt. Diese lassen sich mit VVOLs beheben. Gerade in großen vSphere-Umgebungen kann das Storage-Management schwierig sein. Viele Umgebungen können den Storage Distributed Resource Scheduler nicht nutzen, der diese Schwierigkeiten beseitigen kann. Mit VVOLs hat VMware einen Weg gefunden, dieses Problem zu lösen. Nun liegt es an den Storage-Herstellern, die ihrerseits die Integration mit VVOLs vorantreiben müssen.

VVOLs sind eine große Veränderung für VMs und wie bei jeder großen Veränderung, existieren auch Risiken. Bei jeder Technologie ist das Risiko von möglichen Fehlern am größten, je jünger diese ist. Man sollte also auch auf Probleme vorbereitet sein, die eventuell entstehen können, und der Qualität der Herstellerentwicklung der Arrays vertrauen.

VVOLs ist noch keine Mainstream-Technologie und erfordert Updates verschiedener Komponenten, bevor eine Implementierung durchgeführt werden kann. Gerade große Anwenderumgebungen werden von der Software profitieren, nachdem sie die nötigen Updates beendet haben. Allerdings wird wahrscheinlich kaum ein Nutzer diese Updates durchführen, nur damit VVOLs eingesetzt werden kann. Am besten profitieren Unternehmen von VVOLs, wenn auch andere Umstände eine Aktualisierung der IT-Umgebung erzwingen.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2015 aktualisiert

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