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Warum sich ein Umstieg auf Gen 6 Fibre Channel lohnt

Das Upgrade auf ein Fibre-Channel-Netzwerk der nächsten Generation bietet die zusätzliche Leistung, um Anforderungen neuer Technologien und Workloads gerecht werden kann.

Zögern Sie als Netzwerk-Verantwortlicher noch mit dem Wechsel auf einen Datendurchsatz von 32 Gb/s in einem Gen 6 Fibre Channel-Netzwerk? Es gibt drei gewichtige Gründe, die für einen Wechsel sprechen. Ganz vorn an steht die Fähigkeit von Gen 6, die steigenden Leistungsanforderungen zu erfüllen, die mit neuen Technologien und anspruchsvollen Workloads einher gehen. Fibre Channel der 6. Generation bietet aber noch eine Vielzahl weiterer Vorteile.

1. Erfüllung der Leistungsanforderungen neuer und sich entwickelnder Technologien

Ein Gen 6 Fibre Channel-Netzwerk verdoppelt den Netzwerkdurchsatz im Vergleich zum bisherigen Datendurchsatz von 16 Gigabit pro Sekunde bei Fibre-Channel der fünften Generation. Ein höherer Durchsatz beschleunigt die Reaktionszeit von Anwendung und beseitigt I/O-Engpässe. Mit Gen 6 wird außerdem eine Parallelverknüpfung eingeführt, durch die vier Datenkanäle zu einem Kanal aggregiert werden können. Das Ergebnis ist eine einzelne 128-Gb/s-Verbindung.

Unternehmen, die auf Flash-Speicher migrieren, können am meisten von den Funktionen des Gen 6 Fibre Channels profitieren. Mit zunehmender Verbreitung von Flash werden Engpässe von den Speichergeräten in das Netzwerk verlagert. Technologien wie nichtflüchtiger Storage Express, NVMe over Fabric und die 3D XPoint Storage-Technologie – gemeinsam von Intel und Micron entwickelt, um eine Lücke im Speichermarkt zwischen dynamischem RAM und NAND-Flash-Speicher zu schließen – können dazu beitragen, diese Engpässe zu beseitigen und die Fähigkeiten von Flash besser zu nutzen. Sie benötigen jedoch eine ausreichende Netzwerkbandbreite.

Mehr Leistung ist nicht der einzige Vorteil von Gen 6 Fibre Channel, gehört aber sicherlich zu den wichtigsten Gründen für den Umstieg.

Unternehmen, die in diese neueren Flash- und Speichertechnologien investieren, müssen über ein Netzwerk verfügen, das es ihnen ermöglicht, das volle Potenzial dieser Technologien zu nutzen. Kann das Fibre Channel-Netzwerk die aktuellen Datenanforderungen kaum oder nicht erfüllen, wird es sehr wahrscheinlich auch nicht in der Lage sein, zukünftige Datenlasten zügig zu transportieren. Zu guter Letzt wird eine Netzwerkinfrastruktur benötigt, die mit der immer weiter zunehmenden Arbeitsbelastung fertig wird und die dafür erforderliche Leistung bringt. Die Zeit für den Wechsel zu einem schnelleren Netzwerk ist näher, als man denkt.

2. Bewältigung steigender Workload-Anforderungen

Nicht nur Flash-Speicher erfordern leistungsstärkere Netzwerke. Die heutigen Workloads stellen immer größere Anforderungen an die unterstützenden Netzwerke. Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, Big Data Analytics, IT-Infrastrukturen mit virtuellen Desktops und Data Warehousing gehören zu den Anwendungen, mit denen auch die Anforderungen an das (Speicher-) Netzwerk wachsen.

In vielen Unternehmen gibt es heute mehr von diesen Anwendungen als zu den Zeiten, in denen über die Netzwerkarchitekturen und -standards entschieden worden ist. Die Software verfügt zudem über mehr Funktionen und Leistungsmerkmale, was sich ebenfalls auf den Ressourcenhunger auswirkt.

Storage-Netzwerkprotokolle in der Übersicht
Abbildung 1: Storage-Netzwerkprotokolle in der Übersicht

3. Nutzung weiterer Vorteile von Gen 6

Performance ist nicht der einzige Grund, den Aufstieg auf Gen 6 FC in Betracht zu ziehen. Leistung ist aber der schwerwiegendste Grund. Weitere Vorteile, die hinsichtlich eines Umstiegs in Betracht zu ziehen sind, sind die Nutzung der FEC-Funktion (Forward Error Correction) von Gen 6. FEC ist eine Technik zur Behandlung von Datenübertragungsfehlern durch Senden redundanter Daten, mit denen sich die Zuverlässigkeit verbessert. Durch FEC wird eine Behebung von Bitfehlern möglich.

Laut der Fibre Channel Industry Association (FCIA) kann Gen 6 Fibre Channel auch den Stromverbrauch senken, indem er Protokollfunktionen integriert, die zu einer besseren Energienutzung beitragen. Darüber hinaus liefert die „Gen 6 N_Port ID“-Virtualisierung – eine Technologie, die definiert, wie mehrere virtuelle Server eine einzige physische FC-Port-Identifizierung gemeinsam nutzen können – zur Server-Virtualisierung und zur leichteren Skalierung von SAN-Fabrics.

Bevor Sie Entscheidungen über ein Upgrade auf Gen 6 treffen, sollten Sie eine gründliche Kostenanalyse durchführen, um festzustellen, ob ein Gen 6 Fibre Channel-Netzwerk der richtige Schritt ist. Berücksichtigen Sie die Kosten für Ausrüstung und Personal sowie Faktoren wie Produktivität und Kundenzufriedenheit. Diese Variablen sind schwieriger zu quantifizieren, aber genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2018 aktualisiert

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